Wildeshausen - Der Initiative „Gilde für alle“, die sich dafür einsetzt, dass auch Mädchen beim Kinderkönigsschießen der Wildeshauser Schützengilde mitmachen dürfen, fehlt es weiter an einer inhaltlichen Stellungnahme, warum Mädchen nicht mitmachen dürfen. „Stattdessen verweist uns der Vorstand auf die Entscheidung des Offizierskorps, das Kinderschützenfest auf der Generalversammlung 2025 zu thematisieren“, heißt es als Echo auf die Mitteilung der Gilde nach der Offiziersversammlung in der vergangenen Woche. Zudem kritisiert die Initiative, dass der Gildevorstand ein verabredetes Treffen abgesagt hätte – obwohl man offiziell mitgeteilt hätte, „zu einer offenen, konstruktiven Diskussion gerne bereit“ zu sein. „Wir hätten uns gerne sachlich darüber ausgetauscht, warum Mädchen nicht so beim Gildefest mitmachen dürfen wie Jungs“, so die Verantwortlichen der Initiative.

Der Vorstand der Gilde hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, man wolle mit den Vertreterinnen der „jungen Frauen“ um Josephine Kramer, die den Vorstoß gemacht hatten, weiter im Austausch bleiben – und das Thema bei der nächsten Generalversammlung mit den Mitgliedern behandeln.

Die Initiative „Gilde für alle“ werde nun weiter Unterschriften sammeln, auf dem Gildefest für das Anliegen werben und versuchen, „noch mehr Gildebrüder freundlich und respektvoll davon zu überzeugen, den Mädchen Wildeshausens bei der nächsten Generalversammlung eine Stimme zu geben“. Wer dabei helfen will, kann sich per E-Mail gilde.fuer.alle@gmail.com an die Initiative wenden.