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Freie Stelle in Harpstedter Kirchengemeinde Schwierige Situation seit Weggang des Pastoren-Paars

Wurden vor etwa einem Jahr in der Christuskirche verabschiedet: Timo und Hanna Rucks (von rechts). Pastorin Elisabeth Saathoff (links) erzählt, wie die Gemeinde den Weggang kompensiert.

Wurden vor etwa einem Jahr in der Christuskirche verabschiedet: Timo und Hanna Rucks (von rechts). Pastorin Elisabeth Saathoff (links) erzählt, wie die Gemeinde den Weggang kompensiert.

Kratzmann/Archiv

Harpstedt - Seit etwa einem Jahr ist das Team der evangelischen Kirchengemeinde in Harpstedt unterbesetzt: Nach dem Weggang des Pastoren-Ehepaares Timo und Hanna Rucks in die Schweiz ist die freie Stelle noch immer nicht nachbesetzt worden. „Es ist schwierig“, gibt Pastorin Elisabeth Saathoff zu. Aber: „Wir machen fröhlich weiter.“

Keine Bewerbung

Die Stelle sei ausgeschrieben worden, beworben habe sich niemand, sagt auch Dr. Jörn-Michael Schröder, Superintendent des Kirchenkreises Syke-Hoya, zu dem die Harpstedter Kirchengemeinde gehört. Eine Möglichkeit sei die Besetzung durch einen Probedienstler, also als erste Stelle nach dem Vikariat. In einer ersten Runde sei Harpstedt allerdings nicht berücksichtigt worden.

Generell sei die längere Vakanz in Harpstedt aber nicht ungewöhnlich. In der Landeskirche gebe es ein ähnliches Problem wie beispielsweise in Schulen: Die Zahl an Verrentungen der geburtenstarken Jahrgänge sei hoch, es käme aber nicht so viel Nachwuchs. „Die Zeiträume der Vakanzen verlängern sich“, so der Superintendent. Im urbanen Bereich sei es noch etwas einfacher als im ländlichen Raum. Für Harpstedt ist er dennoch zuversichtlich, dass sich jemand finden wird: „Es ist eine sehr attraktive Stelle.“

Derweil werde aber auch nach anderen Optionen gesucht. Bis sich eine Lösung finde, werde es sicherlich noch eine Weile dauern. In der Zwischenzeit helfe Pastor Karsten Damm-Wagenitz in Harpstedt aus. „Wir versuchen im Kirchenkreis vermehrt mit Springern gegenzusteuern. Sie übernehmen Aufgaben und helfen, solche Zeiten zu überbrücken“, so Schröder.

Dass dies eine große Hilfe sei, betont auch Saathoff. Im Januar und Februar sei Damm-Wagenitz sogar mit 100 Prozent in der Harpstedter Kirchengemeinde eingeteilt, ab März müsse er aber auch woanders einspringen. „Er macht viele schöne Konfirmandenprojekte, dafür sind wir sehr dankbar“, freut sich die Pastorin.

„Wir sind auch extrem froh, dass wir Jörg Schafmeyer haben, der uns immer wieder aushilft“, betont Saathoff. Der Pastor im Ruhestand sei immer auf kleinem Dienstwege unproblematisch erreichbar.

Auch von Gemeindemitgliedern gebe es viel Unterstützung: Der Gemeindebrief, der monatlich erscheint, werde mittlerweile komplett von Ehrenamtlichen erstellt, auch das neue Friedensgebet am Freitag werde durch zwei Ehrenamtliche unterstützt. „Es gibt immer noch viele Menschen, die sich richtig engagieren und immer noch Verantwortung übernehmen“, freut sich Saathoff.

Nachwuchs fehlt

„Man muss einen langen Atem behalten“, ist sie sich aber auch im Klaren darüber, dass es so schnell nicht einfacher wird. Auf absehbare Zeit werde auch ihre halbe Stelle wegfallen, wenn sie in den Ruhestand geht, stellt sie in Aussicht. Und der Nachwuchs fehle. Obwohl es auch in dieser Hinsicht eine schöne Entwicklung gebe: Wegen der guten Jugendarbeit von Timo Rucks gebe es zwei Theologiestudierende aus der Kirchengemeinde.

Und Harpstedt bleibe eine attraktive Kirchengemeinde, betont die Pastorin: „Wir sind beweglich und immer bereit, uns auf etwas Neues einzulassen.“

Jana Budde
Jana Budde Redaktion Wildeshausen
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