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Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hatten Kirchhatter Chefsessel ist neu zu besetzen

Imke Harms

Kirchhatten - Sie ziehen gemeinsam an einem Strang und setzen sich für ihre Gemeinde ein – dieses Signal möchten die Vorsitzenden der Parteien im Rat der Gemeinde Hatten an die Bevölkerung senden. Und worum geht es? Der derzeitige Bürgermeister, Christian Pundt, hat sich als Kandidat für die Landratswahl aufstellen lassen – somit wird der Chefsessel im Kirchhatter Rathaus zu Ende Oktober dieses Jahres frei.

An einem Strang ziehen

Was wünschen sich die Kommunalpolitiker von der SPD, der CDU, FDP, von den Grünen und der Freien Hatter Liste denn für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin? „Ziel ist es, möglichst mehrere geeignete Bewerberinnen oder Bewerber zusammen zu bekommen, um den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde auch eine Wahl zu ermöglichen“, fasste Stephan Möller (FDP) das Anliegen bei einem Vor-Ort-Termin zusammen. „Wir glauben an den demokratischen Prozess einer Wahl.“

Weggang „bedauerlich“

Die Ratsherren machten zu Beginn des Pressetermins deutlich, dass sie den Weggang von Christian Pundt bedauern. „Doch als Landrat würde er weiterhin viel für die Kommunen tun. Er wäre dann nicht für uns verloren“, so Gerrit Edelmann (SPD).

Jedoch verließe mit Pundt jemand das Rathaus, der einen großen Rückhalt und eine Beliebtheit in der Bevölkerung genieße. „Er hat gute Arbeit gemacht und wir wünschen uns jemanden, der oder die in diese Fußstapfen treten kann.“ Wichtig sei, dass Verwaltungserfahrung vorliege und ein Verständnis für kommunalrechtliche Zusammenhänge. Zudem seien Kompetenzen wie Verantwortungs- sowie Entscheidungsbewusstsein, Teamfähigkeit und die Fähigkeit zur kooperativen Führung enorm von Vorteil, sind sich die Ratsmitglieder einig.

Das Wichtigste zur Wahl im September

Die Wahl für das Amt des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin für die Gemeinde Hatten ist vorgemerkt für Sonntag, 12. September. Sollte es eine Stichwahl geben müssen, so wird die am Sonntag, 26. September, ausgezählt.

Wer Bürgermeister oder Bürgermeisterin in der Gemeinde Hatten wird, ist Beamter oder Beamtin auf Zeit in Vollzeit für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Oktober 2026. Wünschenswert wäre es, wenn die Kandidaten und Kandidatinnen selbst in der Gemeinde Hatten leben.

Wählbar sind alle Personen, die am Wahltag mindestens 23 Jahre alt sind, aber noch nicht 67 Jahre alt.

Wer Interesse hat, sich zur Wahl zu stellen, meldet sich mit den Bewerbungsunterlagen bis zum 19. Februar bei: SPD Hatten (gerrit.edelmann@spd-hatten.de) CDU Hatten (bernhard.collin@ewetel.net) FDP Hatten (stephan.moeller.fdphatten@web.de) Bündnis 90/Die Grünen Hatten: gr.beilage@gb-hatten.de Freie Hatter Liste (stegmanns@gmx.de).

Es besteht die Möglichkeit, als gemeinsamer Bewerber zu kandidieren, dann sollten die Unterlagen an alle Parteien geschickt werden.

Edelmann machte deutlich: „Wir haben uns als Parteien schon im vergangenen Jahr zusammengefunden und mehrere Videokonferenzen zu diesem Thema abgehalten. Jetzt drängt auch ein wenig die Zeit.“ Deshalb sollen sich interessierte Personen an dem Amt bis zum 19. Februar bei den Parteimitgliedern melden und die Bewerbung abgeben. Man brauche diesen Vorlauf, um die demokratischen Prozesse in Gang zu bringen und die Bewerbungen zu sichten, so Edelmann weiter. Wie kommt’s, dass sich die sonst zum Teil konkurrierenden Parteien hier so in eine Richtung schauen?

Menschlich einig

„Menschlich sind wir uns oft einig, auch wenn wir politisch manchmal nicht einer Meinung sind“, sagt dazu Stephan Möller mit einem Lachen. Zudem wolle man, so Edelmann, ein gemeinsames Zeichen nach außen senden. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hier ansässigen Verwaltung ist es gut, dass wir kooperieren“, brachte es Johannes große Beilage von den Grünen auf den Punkt.

Ein Parteibuch benötigen Bewerber und Bewerberinnen übrigens nicht zwangsläufig, „auch wenn es natürlich genauso möglich ist, dass sich jemand aus einer Partei heraus zur Wahl stellt“, konkretisierte große Beilage. Das Amt selbst sei jedoch überparteilich zu begreifen. Aus den eigenen Reihen, das betonten die Ratsmitglieder übereinstimmend, habe niemand Interesse, sich zur Wahl zu stellen. „Es gehört schon noch ein bisschen mehr dazu, Bürgermeister zu sein“, sagte Stephan Möller.

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