Hude - Damenmode, Herrenmode und Schuhe in allen möglichen Größen und Variationen: In der Kleiderkammer der Huder Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (Parkstraße 57) gibt es für kleines Geld so einige Schätze zu finden. In diesem Sommer hat die Huderin Brigitte Pung die Leitung von Vorgängerin Petra Hölsche übernommen und arbeitet mit ihrem Team mit großer Freude und viel Engagement im Ehrenamt. Dass das Angebot der Kleider-Schnäppchen noch viel mehr genutzt werde, wünscht sich die Leiterin sehr.
Festes Team
Die Huder Kleiderkammer ist immer mittwochs in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet – und das für jedermann. Damit pünktlich zur Öffnung die Kleidung zusammengelegt, sortiert und Kleiderspenden geprüft worden sind, arbeiten die Ehrenamtlichen bereits dienstags mit Hochdruck. Das Team besteht derzeit aus fünf Männern und 13 Frauen, die eine feste Einheit bilden, so Pung.
In der Kleiderkammer gibt es so einiges zu entdecken. Vor allem von der Qualität der Kleidungsstücke ist die 69-Jährige überzeugt. Alles, was ins Regal oder auf den Kleiderständer kommt, ist zuvor durch den Qualitätscheck der Ehrenamtlichen gegangen. „Ich sag’ immer, dass man sich bei Spenden die Frage stellen sollte, ob man die Kleidung selbst tragen würde“, so die Leiterin. Alles, was nicht für den Verkauf infrage kommt, findet den Weg zur weiteren Verwendung. Pung: „Die Kette der Verwertung unterliegt einer sehr nachhaltigen Nutzung.“
Arbeiten mit viel Engagement in der Huder Kleiderkammer: Petra Hölsche (von links), Helga Henken und Kristina Nitsche
Christin Hufer
Arbeiten mit viel Engagement in der Huder Kleiderkammer: Bodo Struthoff (von links), Jürgen Kämmer und Klaus Stefan Lobeck
Christin HuferQualität überrascht
Oftmals bekommt das Team das Feedback von Menschen, die erstmals in der Kleiderkammer waren, dass sie sich diese anders vorgestellt hätten. Sie seien von der Qualität der Waren und der hochwertigen Präsentation überrascht. Auch das Angebot, das durch Haushaltswaren, einem Teil an Kindermode, Schmuck und Accessoires ergänzt wird, überzeuge die Kundschaft. Dennoch wünscht sich Pung, dass noch mehr Menschen regelmäßig in die Kleiderkammer kommen. Denn diese ist für jedermann geöffnet. Pung: „Viele Menschen haben aber noch eine Hemmschwelle, zu uns zu kommen.“ Oftmals würde die Auffassung überwiegen, das Angebot dürfte lediglich von bedürftigen Menschen genutzt werden. „So ist es aber nicht“, sagt Pung. Vielmehr zieht sie den Vergleich zu einem Secondhand-Shop. „Wir leben in einer Wegwerf-Gesellschaft“, kritisiert sie. Dem entgegenzuwirken ist ihr wichtig. Pung: „Für mich ist Nachhaltigkeit ein großes Thema.“
Spenden benötigt
Kleiderspenden können immer dienstags und mittwochs jeweils von 14.30 Uhr bis 17 Uhr direkt vor Ort abgegeben werden. Außerhalb dieser Zeit stehen Container vor der Kleiderkammer bereit. Pung bittet allerdings dringend darum, dass die Spenden in die Container eingeworfen und nicht bloß davor abgelegt werden. „Die werden sonst durchgewühlt“, sagt sie. Aktuell werden vor allem Taschen und Koffer, Schuhe jeglicher Art und Textilien, darunter Jacken, Hosen und Oberbekleidung, in der Kleiderkammer benötigt. Aber auch Haushaltsutensilien befinden sich im Sortiment. So nehmen die Ehrenamtlichen gern zusammenhängendes Geschirr, Bettwäsche, Handtücher und Wolldecken entgegen.
