Wildeshausen - „Eigentum verpflichtet“, so steht es im Grundgesetz. Also sind auch Garteneigentümer in der Pflicht, findet Wolfgang Pohl: „Sie können alle ein Stück dazu beitragen, dass der Klimawandel zumindest in seinen härtesten Auswirkungen abgemildert wird“, sagt der Sprecher vom Naturschutzbund (Nabu) und fordert: „Weg vom Ordnungsfimmel! Es muss nicht sein, dass der Garten aufgeräumt ist wie ein Wohnzimmer!“
Expertin gibt Tipps
Um „klimaangepasste Gärten in Stadt und Land“ geht es in einer Vortragsveranstaltung am kommenden Dienstag, 12. September. Der Nabu-Ortsverband Dötlingen-Wildeshausen und die Volkshochschule Wildeshausen laden gemeinsam dazu ein, Beginn ist um 19 Uhr im VHS-Gebäude an der Wittekindstraße. Mit der Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie, Nadja Krause, konnten die Organisatoren eine ausgewiesene Expertin als Referentin gewinnen. Sie wird nicht nur vortragen, sondern auch vorschlagen: Tipps geben nämlich, wie mit kleinen Maßnahmen im eigenen Garten große Wirkung erzielt werden kann.
Oder auch mit Nichtstun: „Man muss nicht jede Woche den Rasen mähen“, sagt Wolfgang Pohl. Überhaupt: Rasen? Es geht auch ohne, stattdessen sollten Blumen und Stauden gepflanzt werden. Wichtig sei aber, dass Samenmischungen genommen werden, „die ein höheres Maß an Trockenheit vertragen“, betont Pohl.
Und mehr Bäume müssen gepflanzt werden, fordert er. Das verlangt auch die Referentin Nadja Krause von der Gartenakademie. Städte werden sich mit dem zunehmenden Klimawandel immer weiter aufheizen. „Dagegen sind Frischluftachsen notwendig“, so Wolfgang Pohl: Straßen, die von Bäumen gesäumt sind und Schatten bieten sowie zugleich Wind in die Zentren leiten. Das könne jede Kommune umsetzen, auch die Stadt Wildeshausen.
Auch für die Politik
Auch darum soll es in dem Vortrag gehen: Was können die lokalen Verantwortlichen vor Ort tun? Daher richte sich die Veranstaltung am 12. Dezember nicht nur an Gartenbesitzer, sondern ebenso an Kommunalpolitiker, betonen Wolfgang Pohl und VHS-Projektmanager Hinrich Ricklefs. Wer von Nadja Krause mehr erfahren möchte über klimaangepasste Gärten und Städte, muss sich nur vorher anmelden: Tel. 04431/71622.
