Harpstedt/Bremen - Sie erinnert sich gern an ihr Konzert im „Liberty’s“ zurück: Jetzt tritt Ann Doka erneut in Harpstedt auf. Beim Weinfest am Samstag, 16. September, wird sie mit ihrer Band auf dem Koemsgelände spielen.
Freuen kann sich das Publikum auf „Nashville-Songwriter-Pop“, wie Ann Doka, die aus Hessen kommt und in Bremen lebt, ihren musikalischen Stil im Gespräch beschreibt. Sie habe Country-Elemente drin, sei aber auch ein „Pop-Kind der 90er“ und lasse das in ihre Musik einfließen. „Ich versuche, genreübergreifend Leute für gute Musik zu begeistern.“
Eigene Songs
Statt Covern bevorzugt sie selbst geschriebene Songs. Das war nicht immer so: Mit sechs Jahren fing sie an, Gitarre zu spielen – beeinflusst durch ihren Vater, der auch musikalisch war. Gemeinsam mit ihm trat sie beispielsweise bei runden Geburtstagen auf und spielte Cover-Songs.
„Ab Mitte 20 wollte ich meine eigene Musik machen“, sagt die Sängerin. Natürlich sei es schön, wenn die Zuhörer die Texte kennen und mitsingen. Aber wenn man nur covere, entstehe nichts Neues mehr. „Mittlerweile singt das Publikum auch meine Songs mit“, freut sie sich.
Ihr Songwriting habe sich seitdem entwickelt, gerade mit dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Album „House of change“ habe es sich extrem verbessert. Ihr Anspruch dabei: „Ich muss mir den Song auch selbst gern anhören.“ Dieses Album sei auch das erste, das komplett in Nashville (Tennessee, USA) produziert wurde.
Damit sie ihre Lieder schreiben kann, darf es bei ihr nicht unaufgeräumt sein, erzählt Ann Doka schmunzelnd: „Ich darf nicht zu viele To-dos im Kopf haben.“ Auch helfen ihr große, lichtdurchflutete Räume wie ihr Wohnzimmer dabei, einen Song zu entwickeln. Thematisch widme sie sich Menschlichem: „Ich beobachte gern und packe das in Songs. Es geht immer im Leben um Menschen, auch in der Politik oder anderswo. Deswegen schreibe ich meine Musik über Menschen und ihre Antriebe.“
Gitarre muss inspirieren
Ihr wichtigster „Komplize“ dabei: ihre Gitarre. Mit 14 Jahren hat sie ihre erste eigene Gitarre selbst gekauft, erinnert sie sich, die nächste folgte erst mit über 30, eine dritte kam einige Jahre später dazu. „Ich kaufe die immer vor Ort, denn sie müssen gut klingen und mich inspirieren“, sagt die Künstlerin.
Gut klingen lässt sie ihre Musik seit ihrem Umzug nach Bremen vor acht Jahren gemeinsam mit ihrer Band, die sie auch nach Harpstedt begleiten wird: Neben ihr selbst – sie singt und spielt Gitarre – besteht diese aus Martin Olding (E-Gitarre und Gesang), Niklas Herzog (Drums) und Claudio Betjemann (Bass). Ann Doka freut sich auf den Auftritt, der gegen 19 Uhr starten wird: Damals im Liberty’s sei eine tolle Stimmung gewesen, „ich bin gespannt, ob wir das Publikum auch auf einer größeren Bühne begeistern können“.
