Gemeinde Hatten - Das Team Hatten hat kürzlich in der NWZ eine 100-Tage-Bilanz in Form einer selbst gestalteten Anzeige veröffentlicht. Offizielle Reaktionen der anderen Ratsfraktionen haben die Redaktion bislang nicht erreicht. Möglicherweise sollen so umstrittene Aussagen nicht weiter aufgewertet werden.

Nun reagiert aber die politische Basis. Henry Beyermann (Kirchhatten), ehemaliges SPD-Mitglied, schreibt in einer Stellungnahme, dass die Selbstdarstellung der Wählergemeinschaft in wesentlichen Punkten den Tatsachen widerspreche.

So stimme es beispielsweise nicht, dass der Wählergemeinschaft „Team Hatten“ von den Parteien bewusst kein Stimmrecht im Verwaltungsausschuss (VA) gegeben worden sei. Vielmehr sei auch ohne die Reduzierung der VA-Plätze, für die es im Rat breiten Konsens gegeben habe, nicht sicher gewesen, dass die Wählergemeinschaft das Stimmrecht erhalte. Im Übrigen vertrete doch gerade „Team Hatten“ die Meinung, Einsparungen bei den Sitzungskosten seien nötig.

Die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung einerseits und das Stimmen gegen die direkte Annahme des Bürgerentscheids (zur Zukunft des Feuerwehrhauses an der Bümmersteder Straße) sei ein Beispiel, wo sich das Team Hatten selbst widerspreche, meint Beyermann. Dem Bürgermeister vorzuwerfen, er sei gegen den Bürgerentscheid, weil dieser – wie SPD und Grüne (die Redaktion) – für die direkte Annahme gestimmt habe, sei falsch.

Beyermann: „Eine Wahl hätte der Gemeinde Kosten erzeugt und was ich noch schlimmer finde, es hätte Politik und Gemeindemitglieder weiter auseinandergebracht und für Politikverdrossenheit gesorgt.“

Bezogen auf den Vorwurf der Wählergemeinschaft, ihre Anträge seien bislang in den Ratssitzungen übergangen worden und Aussagen in Protokollen falsch wiedergegeben, rät der Kirchhatter, im Falle eines „Formfehlers“ den vorgegebenen Beschwerdeweg einzuhalten – oder Punkte auf die nächste Tagesordnung bringen zu lassen, um hier Versäumtes zu klären.