Landkreis/Bremen - Der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen arbeitet an einem regionalen Energiekonzept zur Photovoltaik. Es soll den Kommunen in der Region als Arbeitsgrundlage für Entscheidungen insbesondere über PV-Anlagen auf Freiflächen dienen. Das Thema beschäftigte am Mittwoch auch die Fraktionsvorsitzenden aus den Kommunen im Kommunalverbund bei ihrer ersten Präsenz-Konferenz seit Beginn der Corona-Pandemie.
Im Haus der Bremischen Bürgerschaft diskutierten die Kommunalpolitiker darüber, wie sich der PV-Ausbau in den Kommunen voranbringen lässt und welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit es gibt. Als Gastredner beleuchtete Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die verschiedenen Perspektiven für und Erwartungen an den Photovoltaik-Ausbau.
Die Vorsitzende des Kommunalverbunds, Bürgermeisterin Suse Laue aus Syke, hob die besondere Rolle der Kommunen bei der Energiewende hervor: „Die Ausbauziele des Landes werden in den Kommunen umgesetzt“, sagte sie. „Es gibt eine starke Flächennachfrage, vor allem auch für landwirtschaftliche Flächen.“ Die Kommunen müssten Prioritäten festlegen und auch über mögliche Aufgabenteilungen untereinander sprechen.“
Freiflächen-Photovoltaik spielt neben anderen erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle bei der Energiewende. Das Land Niedersachsen strebt bis zum Jahr 2040 eine vollständige Deckung des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien an, darunter sind 65 Gigawatt durch Photovoltaik geplant.
Im Landkreis Oldenburg gibt es bereits einige Solarenergie-Parks auf der grünen Wiese. Weitere sind möglich, zuletzt gab es unter anderem Ideen für eine großflächige Installation an der A 29 bei Wardenburg. Sofern dadurch Acker- oder Weideflächen in ihrer Nutzung beeinträchtigt werden, sieht das Landvolk diese Anlagen sehr skeptisch. Kreisvorsitzender Detlef Kreye hatte sich im Frühjahr dazu geäußert: Er könne sich maximal sogenannte Agri-PV-Anlagen vorstellen, die auf die landwirtschaftlichen Belange abgestimmt sind. Politik und Verwaltungen im Kreis und den Kommunen räumen zunächst der Installation von Photovoltaik auf Dächern öffentlicher Gebäude Vorrang ein.
