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Kostenlose Solarpotenzialanalyse Kreis hilft Bürgern, grünen Strom vom Dach zu planen

Die Web-Anwendung zeigt es, der Sonnenschein auf der Südseite des Alten Rathauses beweist es: Dieses Dach ist für eine PV-Anlage geeignet.

Die Web-Anwendung zeigt es, der Sonnenschein auf der Südseite des Alten Rathauses beweist es: Dieses Dach ist für eine PV-Anlage geeignet.

Thorsten Konkel

Ganderkesee/Landkreis - Mit einem einzigartigen Solar- und Gründachpotenzialkataster ermöglicht die Kreisverwaltung ab sofort gemeindeübergreifend allen Immobilieneigentümern oder Mietern im Landkreis Oldenburg, sich bequem online darüber zu informieren, ob das Dach des eigenen Hauses bzw. der Mietimmobilie für die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage geeignet ist. Welcher Ertrag möglich ist, lässt sich ebenfalls berechnen. Ob ein Dach begrünt werden kann, ist auch in der kostenlosen Web-Anwendung einsehbar.

Welche Absicht verfolgt der Kreis ?

Das so in der Region seines Gleichen suchende Angebot soll laut Landrat Dr. Christian Pundt sowohl die Bürger als auch die Unternehmen im Kreis dazu motivieren, umwelt- und klimafreundlich eigenen Strom oder Wärme zu erzeugen, zumindest aber einen Denkanstoß zu geben.

Das niedrigschwellig zugängliche Kataster könne die Bürgerinnen und Bürger auch bei der eigenen Energieversorgung unterstützen, um damit von den Preisschwankungen auf dem Energiemarkt unabhängiger zu werden. Die großflächige Erfassung geeigneter Dachflächen helfe auch bei der Berechnung des Potenzials, ab wann der Landkreis CO 2 -neutral werden könnte.

Was bringt es Interessierten genau ?

Interessierte können kostenlos und unverbindlich mit wenigen Klicks Immobilien überprüfen. Beispielhaft für die Installation einer Photovoltaikanlage lassen sich unter anderem der potentielle Stromertrag, die Amortisationsdauer und der individuelle Autarkiegrad, also ab wann sich die Anlage rechnet und wie hoch der Grad der Selbstversorgung ist, berechnen. Die Ergebnisse können als PDF-Dokument gespeichert und auch gedruckt werden. Bewusst sein sollte Interessierten, dass die Daten einen fundierten ersten Eindruck liefern. Eine individuelle Beratung ersetzen sie nicht. Um Aspekte wie die Tragfähigkeit von Dächern oder das Baurecht müssen sie sich selbst kümmern.

Wie erfolgt die Berechnung ?

Um das Solarenergiepotenzial zu berechnen, sind viele Details ermittelt worden. So liegen für jeden Dachflächenbereich die Standortfaktoren Dachneigung, Dachexposition und Dachflächengröße vor. Selbst die solare Einstrahlung und die Abschattung, verursacht durch Dachstrukturen oder unterschiedliche Vegetation übers Jahr, sind berücksichtigt. Nur die für eine PV-Nutzung geeigneten Dach- und Freiflächen sind ausgewiesen. Zu jeder geeigneten Dachteilfläche werden der potenzielle Stromertrag, die mögliche CO 2 -Einsparung und die mögliche zu installierende kW-Leistung errechnet.

Grundsätzlich sind alle für PV-Anlagen geeignete Flächen auch für thermische Solaranlagen geeignet. Ein Ertragsrechner Solarthermie benennt, wie viel Wärmeenergie eine Solarthermie-Anlage erzeugen könnte.

Sind denn alle Gebäude erfasst ?

Das Solar- und Gründachpotenzialkataster umfasst Daten von mehr als 133.000 Gebäuden im Kreis Oldenburg. Für die Adresssuche werden Hauskoordinaten der Landesvermessung genutzt.

Kreisweit mehr als 133.000 Gebäude wurden auf ihre Tauglichkeit als Standorte für Photovoltaik/Solarthermie oder Begrünung erfasst. Das Bild zeigt den Ganderkeseer Ortskern in der Web-Anwendung.

Kreisweit mehr als 133.000 Gebäude wurden auf ihre Tauglichkeit als Standorte für Photovoltaik/Solarthermie oder Begrünung erfasst. Das Bild zeigt den Ganderkeseer Ortskern in der Web-Anwendung.

Sie werden kontinuierlich aktualisiert, in Ausnahmefällen könnten einzelne Adressen aber nicht gefunden werden, heißt es. Zudem verfügten Nebengebäude in der Regel über keine extra Hauskoordinate und besäßen im Solardachkataster keine Adresse.

Welche Technik steckt dahinter ?

Die Datensammlung durch die Firma IP-Syscon aus Hannover wurde in den vergangenen acht Monaten auf Grundlage von hochauflösenden Laserscandaten durchgeführt. Dazu wurde aus einem Flugzeug heraus mittels Laserstrahl die Höhe an der jeweiligen Stelle auf der Erdoberfläche gemessen. Durch die flächendeckende Aufnahme von Höhendaten entstand ein hochaufgelöstes Modell der Erdoberfläche – und mithin auch der darauf befindlichen Gebäude.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
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