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Eine eintägige Einführung in Wen-Do-Techniken stand bei den Sportfreunden Wüsting-Altmoorhausen auf dem Programm. Rolf Junkermann, Leiter der Geschäftsstelle, kann sich weitere Selbstverteidigungskurse für die weiblichen Mitglieder vorstellen.
FRAGE:
Wer nahm an dem Selbstverteidigungstag teil?
JUNKERMANN
: Unsere Fußball-B-Juniorinnen, etwa 20 Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren.
FRAGE:
Wieso so ein Angebot nur für Mädchen?
JUNKERMANN
: Wir haben in diesem Bereich sehr viele Mitglieder: 170 der Sechs- bis 18-Jährigen sind weiblich. Es gibt zwar bereits Ju-Jutsu-Kurse, an denen bisher vor allem Jungs teilnehmen. Aber wir überlegen, auch Zwei-Tages-Kurse in Kooperation mit Wildwasser anzubieten, der Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen.
FRAGE:
An wen würden sich diese Kurse dann richten?
JUNKERMANN
: An alle Mädchen und Frauen, die Selbstbewusstseinstraining, -behauptung und auch -verteidigung erlernen wollen, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft bei den Sportfreunden.
FRAGE:
Helena Gerdes, die Fußball-Trainerin, sagte, einige Mädchen seien bei den Schlagübungen über sich hinausgewachsen. Was war das für eine Übung?
JUNKERMANN
: Die Mädchen sollten bei den Selbstverteidigungstechniken mit voller Kraft auf einen Schlafsack einprügeln und auf die Schnelle ihre ganze Kraft mal richtig rauslassen. Wenn die Mädchen auf den Selbstverteidigungstrainer einschlagen sollen, sind sie nämlich in der Regel zurückhaltender. Bei dem Schlafsack stellten sie verblüfft fest, wie viel Kraft eigentlich in ihnen steckt. Sie haben auch darüber gesprochen, wie man sich verbal zur Wehr setzt, und gelernt, konsequent zu sein; ,nein‘ heißt ,nein‘, und nicht ,jein‘.
FRAGE:
Wann soll es den ersten Selbstverteidigungskurs geben?
JUNKERMANN
: Das besprechen wir Anfang Februar in der Vorstandssitzung. Wahrscheinlich im ersten Vierteljahr soll ein Wochenendkurs stattfinden. Dabei können auch Erfahrungen ausgetauscht werden, wann die Frauen die Selbstverteidigung angewendet haben.