Großenkneten - Drei aus der Ukraine geflüchtete Familien haben in der Gemeinde Großenkneten private Unterkünfte gefunden, eine vierte wird erwartet. Das berichtet Nadine Ernst von der Gemeindeverwaltung. Der Krieg in der Ukraine sei jeden Tag Thema im Rathaus. „Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist groß. Immer wieder melden sich Menschen, um ihre Hilfe anzubieten“, so Ernst. Einige stünden als Übersetzer zur Verfügung, andere böten Wohnraum oder Sachspenden an, wieder andere eine Patenschaft für Geflüchtete.

In der Gemeinde Großenkneten haben schon vor dem Krieg Menschen aus der Ukraine gelebt. Die Gemeinde hat sie zu einem ersten Gespräch eingeladen. Über eine Whats-App-Gruppe sind sie miteinander verbunden und helfen unterhalb der offiziellen Ebene.

Die Gemeinde hat derzeit keine eigenen Wohnungen mehr frei. „Wir kümmern uns ja auch weiterhin um geflüchtete Menschen aus Syrien“, erklärt Ernst. Vergangene Woche habe der Landkreis der Gemeinde Großenkneten eine weitere Familie zugewiesen.

In der Ukraine-Hilfe werde derzeit das meiste noch über die Kreisverwaltung organisiert und geregelt. Der Landkreis sage den Gemeinden, was sie offiziell zu tun haben, so Ernst. Das betreffe zum Beispiel die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.