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Flüchtlinge aus der Ukraine Große Freude über die „neuen“ Fahrräder

Freuen sich über die Fahrräder und Roller für das Ahlhorner Blockhaus: die ukrainischen Kinder und Jugendlichen sowie die Vertreter des Blockhauses, des Landkreises Oldenburg und der Kreisverkehrswacht.

Freuen sich über die Fahrräder und Roller für das Ahlhorner Blockhaus: die ukrainischen Kinder und Jugendlichen sowie die Vertreter des Blockhauses, des Landkreises Oldenburg und der Kreisverkehrswacht.

Christoph Koopmeiners

Ahlhorn/Landkreis - Große Freude am Mittwochnachmittag am Blockhaus Ahlhorn: Die Verkehrswacht Landkreis Oldenburg ist mit einem Anhänger voller Fahrräder und Roller vorgefahren. Sie sind für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus Lwiw bestimmt, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind und im Blockhaus an den Ahlhorner Fischteichen Zuflucht gefunden haben.

„Wir freuen uns, dass die Fahrräder und Roller wieder genutzt werden“, sagte Peter Wildbredt, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht. 2015 hatte der Landkreis Oldenburg die Räder und Roller gekauft und der Kreisverkehrswacht zur Verfügung gestellt, die Fahrradkurse und Verkehrssicherheitstraining für Migranten anbot. Die Nachfrage sei aber nicht mehr vorhanden, so Wildbredt. Deshalb sei mit dem Landkreis abgesprochen worden, die Räder an das Blockhaus Ahlhorn weiterzureichen.

Gäste nun mobiler

Darüber hinaus brachten Wilbredt und seine Kollegen Rolf Quickert und Rudi Czipull auch noch 20 Fahrradhelme und Warnwesten mit. Die Fahrräder, die längere Zeit nicht mehr genutzt wurden, waren zuvor in der Werkstatt des Vereins Brücke Delmenhorst gewartet und auf ihre Verkehrstauglichkeit überprüft worden. „Alle Fahrräder sind auch codiert und polizeilich erfasst“, ergänzte Wildbredt.

Die Begeisterung über die Fahrräder war bei den Gästen aus der Ukraine groß. Es dauerte nicht lange, da drehten vor allem die Kinder und Jugendlichen einige Runden. „Die Fahrräder erhöhen die Mobilität der ukrainischen Gäste und sind eine gute Ergänzung für die Einrichtung“, meinte Blockhaus-Geschäftsführer Niels Christian Heins. Zum Bahnhof nach Ahlhorn seien es sieben Kilometer, das sei mit den Fahrrädern gut zu schaffen.

Online-Unterricht

Seit drei Wochen wohnen die 30 Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 17 Jahren, die zwölf Mütter und drei Lehrerinnen aus Lwiw nun im Blockhaus. „Für die Kinder ist das Gelände gut“, sagt Heins. „Die Mütter leben so, als wenn es morgen wieder nach Hause geht.“

Doch wie lange die Ukrainer angesichts des Krieges in ihrem Land noch fern der Heimat bleiben müssen, ist ungewiss. „Die Kinder und Jugendlichen haben jeden Morgen Online-Unterricht mit ihren in Lwiw gebliebenen Schulkameraden“, berichtet Heins. Online-Unterricht sei in der Ukraine schon länger verbreitet als bei uns. An zwei Nachmittagen in der Woche lernen alle Gäste Deutsch. Die Jugendlichen, die teilweise schon studieren, bekämen an einem Tag in der Woche Unterricht in Fach-Englisch, damit sie demnächst am geplanten Ökoprojekt über die Ahlhorner Fischteiche teilnehmen können. Dazu kommen Studenten der Jade-Hochschule zum Blockhaus.

Spendenkonto

Die Schülerinnen und Schüler aus Lwiw besuchen das dortige Gymnasium, das seit 2018 eine Partnerschaft mit der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg pflegt. Das GAG ist in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg. Niels Christian Heins, einst Lehrer am GAG, war auch für den Austausch mit Lwiw zuständig. „Die Hilfsbereitschaft für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ist riesig“, ist er voll des Lobes. Der Förderverein des GAG hat ein Spendenkonto eingerichtet. Unter dem Stichwort „Partnerschule Lwiw“ können Spenden auf das Konto mit der IBAN DE30 2805 0100 0002 0304 01 eingezahlt werden.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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