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Kritik an Heckenschnitt in Wildeshausen „Die Natur wird damit fertig“

Heckenschnitt in der Welgenmarsch. An diesem Weg, der zum Marschweg führt, ist von Stufen nichts zu sehen.

Heckenschnitt in der Welgenmarsch. An diesem Weg, der zum Marschweg führt, ist von Stufen nichts zu sehen.

Martin Bruns

Wildeshausen - An Straßen und Wegen rund um Wildeshausen sind in den vergangenen Tagen Hecken und Sträucher zurückgeschnitten worden. Und wie in jedem Jahr reagieren Anlieger und Passanten an einigen Stellen irritiert bis entsetzt wegen der Ausführung der Arbeiten. Die Stadtverwaltung ist informiert, aber nicht alarmiert, und der Naturschutzbund (Nabu) bleibt relativ entspannt.

Stufen wie Zinnen

„Das sieht stellenweise grauenvoll aus“, meint zwar Wolfgang Pohl von der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen, „aber die Natur wird damit fertig.“ Der Nabu begleitet die Rückschnittarbeiten in Wildeshausen seit einigen Jahren eng und befindet sich im steten Austausch mit dem städtischen Bauhof. Beim Bauhof habe es einen spürbaren Lernprozess gegeben, betont Pohl. Dort würden die Beschäftigten darin geschult, wie sie den Hecken- und Strauchschnitt in Stufen vornehmen, indem sie die Gehölze auf einer gewissen Länge schneiden und danach einen Abschnitt in gleicher Länge unbehandelt lassen – „man kann sich das wie Burgzinnen vorstellen“, beschreibt der Nabu-Experte das Stufenbild. Auf diese Weise, erklärt er, könnten abschnittsweise schnell wieder Blüten austreiben, so dass Vögel und Insekten immer noch ausreichend Lebens- und Nahrungsraum vorfinden.

Das Problem sei, so Pohl weiter, dass Firmen, die von der Stadt mit den Arbeiten beauftragt wurden, teilweise nicht so sorgsam vorgehen wie die Bauhof-Mitarbeiter: „An manchen Stellen hat man den Eindruck, als ob dort mit einem stumpfen Messer gearbeitet wurde.“ Offenbar sei nicht das geeignete Werkzeug eingesetzt worden.

„Nicht mit der Schere“

„Das geht natürlich nicht mit der Heckenschere“, sagt dazu Wildeshausens Baudezernent Manfred Meyer. Um die Arbeiten effektiv und eben auch bezahlbar auszuführen, müssten Maschinen eingesetzt werden. „Danach fällt das erstmal auf“, räumt er ein. Meyer betonte, dass die Rückschnitt-Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Nabu ausgeführt würden. Besprochen worden sei, dass dabei stufenweise vorgegangen werden sollte. Das jedenfalls ist definitiv nicht überall geschehen. Der Wildeshauser Martin Bruns sandte Fotos an die Stadt und an die NWZ: Von Stufen ist dort nichts zu sehen. Bruns Kommentar dazu: „Das ist hoffentlich nicht bezahlt worden.“

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)
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