Hude - Der neue Vorstand des Huder Kulturvereines ist vor einigen Wochen gewählt worden. Schon jetzt hat er ein klares Ziel vor Augen: Die Kulturszene im Klosterort soll aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. „Hude hat so viel zu bieten“, sagt der bekannte Huder Sänger Arndt Baeck, der nun in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.
In diesem Jahr stehen noch mehrere Veranstaltungen des Huder Kulturvereines an. Los geht es am Freitag, 25. August, mit „Alle Kassen – auch privat“ vom Solo-Theater-Comedy aus Berlin. Die Aufführung findet im Forum der Peter-Ustinov-Schule (Vielstedter Kirchweg 15) statt. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr.
Sonntag, 3. September: Aaron English, Sänger und Pianist aus Nashville, tritt in der Klostermühle (Von-Witzleben-Allee 3) auf. Einlass ist um 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Das Konzert findet im Rahmen des Huder Bürgerfestes statt.
Sonntag, 17. September: Das „Spielart-Kulturfest“ erstreckt sich auf dem Huder Rathausplatz. Zu sehen sind unter anderem Artisten und Akrobaten. Auch wird sich der Kulturverein am Programm des Huder Weihnachtsmarktes „Winterzauber“ beteiligen.
Corona-Qualen
Anfang 2020 gründete sich der Kulturverein, nachdem sich der vorherige Kulturverein Impuls und die Interims-Lösung mit einem Kulturteam der Gemeinde aufgelöst hatten. Doch mitten in den Anfängen der Pandemie waren die Voraussetzungen für einen Neustart in der Kulturszene nicht gerade günstig. „In den ersten drei Jahren haben wir uns durch Corona gequält“, sagt Stephan Kürten, der wieder als Vorsitzender des Vereines gewählt wurde. Heike Lau, verantwortlich für Marketing und Soziale Medien, und Sonja Fritschi-Behrmann, Kassenwartin und verantwortlich für Catering, sind ebenfalls Teil des neuen Vorstandes.
Nach der Wahl habe das Team schnell gespürt, wie dynamisch es zusammenarbeiten kann, sagt Kürten: Innerhalb weniger Tage habe es für das Huder Oldtimer-Treffen Mitte Juli Straßenmusiker organisiert, die bei den Besuchern gut angekommen seien. Eine große Hilfe dabei sei Baecks großes Netzwerk zu Musikern gewesen – wovon der Verein auch künftig profitieren möchte.
Menschen ansprechen
Baeck ist leidenschaftlicher Musiker. Doch selbst auftreten zu können, sei nicht der Grund, weshalb er sein neues Amt angenommen habe. Er möchte anderen Musikern eine Bühne geben. „Ich will, dass Musik passiert“, sagt er, vor allem wieder in der Klostermühle. Er denkt dabei an die Musikreihe „Hude-Live“, bei der regelmäßig Konzerte in der historischen Mühle stattfanden. Dies sollte wiederbelebt werden, ist sich der Vorstand einig.
Ein weiteres Ziel ist, möglichst viele Menschen anzusprechen. Deshalb sollen Künstler aus verschiedensten Genres – von Pop, Jazz, Klassik, Folk, bis hin zu Rock – nach Hude kommen.
Aber nicht nur die Musik ist Teil der Kulturszene. So will der Verein weiterhin unter anderem Theater, Kabarett und Comedy nach Hude holen. Als beliebte Spielstätte habe sich das Forum der Peter-Ustinov-Schule bewährt. Auch besondere Veranstaltungen, wie einen Kultursommer zum Leben zu erwecken, sind für den Vorstand denkbar.
Netzwerk schaffen
All das will der Kulturverein nicht im Alleingang schaffen. Denn besonders wichtig sei die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Vereinen, erklärt Baeck. Das habe bereits das Oldtimer-Treffen, das vom Gewerbe- und Verkehrsverein organisiert wurde, gezeigt. Jeder könne vom Know-how des anderen profitieren, sodass für die Menschen in Hude und umzu ein abwechslungsreiches Angebot geschaffen würde, erklärt er. Dieses möchte der Vorstand nun weiter ausbauen.
Der Austausch sei dabei besonders wichtig, denn nur so würde der Verein überhaupt erfahren, was sich die Menschen in ihrer Kulturszene wünschen. Um diesen Austausch zu ermöglichen, veranstaltet der Verein weiterhin seinen Stammtisch an jedem letzten Dienstag im Monat im Kulturhof (Parkstraße 106) von 19 bis 22 Uhr. Interessierte sind eingeladen, ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Im Herbst wird der neue Vorstand das Programm für das kommende Jahr präsentieren.
