Ganderkesee - Die Erforschung von Tang-Wäldern in Ozeanen, ein Projekt gegen Billigkleidung und das Voranbringen der Digitalisierung an Schulen: All das sind Forschungsvorhaben, die mit Geld von Stiftungen möglich geworden sind. In einer Wanderausstellung mit dem Titel „Macht Sinn – Stiften für die Wissenschaft“ ist im Kulturhaus Müller in Ganderkesee zu erleben, warum sich Menschen entschlossen haben, Forschungsprojekte zu unterstützen. Gleichzeitig werden junge Menschen gezeigt, deren Forschung durch die Stiftungen erst möglich wurde.
Personen im Porträt
In Porträts werden zehn Stifterpersönlichkeiten den Forschern und Forscherinnen gegenübergestellt. In der Ausstellung ist etwas über die Stifter und Stifterinnen und deren Motivation zu erfahren. So geht es unter anderem um die Kellner & Stoll-Stiftung, die sich für Projekte im Klima- und Umweltschutz einsetzt. Andere Stiftungen unterstützen Forschungsprojekte aus der Medizin oder zur Chancengleichheit. „Es geht um gesellschaftlich relevante Themen“, sagt Kulturmanager Oliver Behnecke.
Bevor er nach Ganderkesee kam, hatte Behnecke an der Ausstellung aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Universität Bremen mitgearbeitet. In der Corona-Pandemie sei aber nicht klar gewesen, ob es überhaupt eine Ausstellung mit Besuchern und Besucherinnen geben könne, sagte er. Deshalb konzipierte die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Christina Jung, Geschäftsführerin der Stiftung der Universität Bremen, ein Buch. Auch Podcasts und Youtube-Videos seien entstanden, sagte Behnecke.
Eröffnung mit Vorträgen
Inzwischen wurde die Wanderausstellung bereits an unterschiedlichen Orten in Bremen gezeigt. Bis zum 15. Februar ist sie nun in Ganderkesee zu sehen. „Sie macht das bemerkenswerte zivilgesellschaftliche Engagement von Bürgern und Bürgerinnen für Wissenschaft und Bildung sichtbar“, heißt es in der Ankündigung. Gleichzeitig würden herausragende Projekte von Wissenschaftlern der Universität Bremen porträtiert, die mit Unterstützung von Stiftungen einen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten.
Die Wanderausstellung in Ganderkesee wird am Freitag, 8. Dezember, um 18 Uhr eröffnet. Grußworte und eine kurze Einführung kommen unter anderem von Dr. Helga Trüpel, Vorständin der Stiftung der Universität Bremen, und Geschäftsführerin Dr. Christina Jung. Einen Kurzvortrag hält die Forscherin Dr. Nora Diehl über ihr Zuckertang-Projekt. Außerdem spricht Oliver Behnecke mit Stifterin Dr. Rita Kellner-Stoll. Die Ausstellung ist Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr sowie bei Veranstaltungen geöffnet. Wie der Kulturmanager berichtete, sind in den kommenden Wochen außerdem Vorträge geplant. Der Eintritt ist frei.
