Hude - Das Klostermuseum (Von-Witzleben-Allee 1A) in Hude ist in die neue Museumssaison gestartet. Geplant sind einige Veranstaltungen, die vom regulären Museumsgeschäft abweichen. Besonders die Kooperation mit Studenten der Jade Hochschule in Oldenburg zeigt, dass sich das Klosterareal – mit einer Geschichte, die mindestens bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht – stetig weiterentwickeln soll.
Rekord-Besucherzahlen
In diesem Jahr hat das Klostermuseum mit zwölf Stunden in der Woche so lange geöffnet wie noch nie: Ein Besuch ist seit Ostern immer freitags bis sonntags und an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr möglich. Das langfristige Ziel ist aber, ganzjährig geöffnet zu sein, erklärt Klaus Rademacher, Vorsitzender des Vereines der Freunde des Klosters Hude, der das Museum ehrenamtlich betreibt. Denn dass das Museum im vergangenen Jahr einen Höchstwert von 6310 Gästen erreichte, habe gezeigt, dass die Nachfrage hoch ist.
Damit das Museum ganzjährig öffnen kann, müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem die Installation einer Heizungsanlage aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen, erklärt Rademacher. Diese ist auch Teil eines energetischen „Masterplans“, den der Verein seit einiger Zeit verfolgt. Stück für Stück soll dieser umgesetzt werden, erklärt Schriftführerin Gesine Rademacher, die als Museumspädagogin arbeitet.
Klaus Rademacher, Vorsitzender des Vereines der Freunde des Klosters, wünscht sich ein gemeinsames Kultur-Tourismus-Konzept der Gemeinde Hude mit dem Landkreis Oldenburg, das Ziele, Instandhaltung und Pflege berücksichtigt. Dieses soll die Denkmäler sowohl der Gemeinde als auch des Kreises berücksichtigen. Denn für Rademacher sei die Zusammenarbeit von Tourismus und Museen im ländlichen Raum essenziell, erklärt er. Rademacher: „Solch ein Konzept gibt es im Landkreis einfach noch nicht.“
Kooperation mit Jade Hochschule
Zur Umsetzung des energetischen Masterplans trägt ein Kooperationsprojekt mit der Jade Hochschule bei. 15 Studierende entwickeln in diesem Semester ein sogenanntes energetisches Quartierskonzept für die 15 Gebäude, die zum Klosterareal gehören. Bereits im letzten Jahr hat eine Gruppe von Studierenden das Projekt vorbereitet. „Mit Wärmebildkameras sind sie über die Gebäude geflogen“, erklärt Klaus Rademacher. Die Ergebnisse daraus bilden nun die Grundlage für das Konzept. Vorstellen werden die Studierenden es am 13. Juni in interner Runde.
Auch weitere Aktivitäten stehen in diesem Jahr auf dem Programm. „Wir werden an zwei Tagen freien Eintritt haben“, sagt Gesine Rademacher. Das ist zum einen der Internationale Museumstag am Sonntag, 21. Mai; in diesem Jahr unter dem Motto „Happy museums. Nachhaltigkeit und Wohlbefinden“. Zu diesem Anlass wird Landtagsabgeordneter Thore Güldner (Gemeinde Dötlingen) einen Vortag über die soziale Dimension der Nachhaltigkeit und die Position der Landesregierung dazu halten.
100 Jahre Denkmalschutz
Auch wird das Museum am Sonntag, 10. September, zum Tag des offenen Denkmals kostenlos für Besucherinnen und Besucher geöffnet sein. Dann gibt es etwas Besonderes zu feiern: Vor 100 Jahren wurde die Klosterkirchenruine unter Denkmalschutz gestellt. Details zur Veranstaltung seien noch in Planung, erklärt Klaus Rademacher.
Eine weitere Veranstaltung steht am Pfingstmontag, 29. Mai, anlässlich des Deutschen Mühlentags an. Dann wird der 2. Vereinsvorsitzende Rudolf Genz unter anderem in seinem Kostüm als Bruder Rudolf über das Klosterareal führen. Ebenfalls ist zum Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, 6. August, eine Ausstellung vorgesehen.
Zuwachs gewünscht
Neben Veranstaltungen ist das Museum für Schulklassen und andere Gruppen ein beliebtes Ausflugsziel. Damit es immer weiter wächst und für Besucherinnen und Besucher länger geöffnet ist, wurde in diesem Jahr erstmals eine feste Arbeitskraft eingestellt – für die Freunde des Klosters ein wahrer Erfolg. Dennoch wünscht sich der Verein mehr ehrenamtlichen Zuwachs. Denn klar sei, dass das Kloster voller Geschichte steckt, die es zu entdecken gilt.
