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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

90 Prozent Perfektion auf der Bühne

01.06.2017
Frage: Sie sind schon mehrmals in Wildeshausen aufgetreten – wie ist es für Sie, wieder zum Gildefest zu kommen?
Mickie Krause: Schön ist, dass die Party immer Spaß macht. Ich treffe dann auch Musiker, mit denen ich früher auf der Bühne gestanden habe. Wildeshausen ist immer ein Abenteuer, das Hotel ist immer gut: Macht immer Spaß.
Frage: Wenn Sie die Wahl hätten: Gildefest oder Ballermann?
Krause: Das kann man nicht miteinander vergleichen. Das sind zwei unterschiedliche Baustellen. Auf Mallorca bin ich jede Woche und das 45 Mal im Jahr von Mai bis Oktober. Der Aufwand nach Mallorca zu fliegen ist natürlich größer als in Wildeshausen aufzutreten. Es gibt Tage, da ist die Stimmung auf dem Gildefest viel besser als auf Mallorca, und es gibt Tage, die sind auf Mallorca sensationell.
Frage: Wie viel sehen Sie vom Gildefest?
Krause: Ich sehe relativ wenig. Vor drei Jahren bin ich an dem Sonntagmorgen joggen gewesen in Wildeshausen. Da habe ich dann die ganzen Truppen gesehen, die sich auf den Weg machten Richtung Gildefest.
Frage: Wird man da neidisch und möchte mitkommen?
Krause: Ich bin ja auch im Schützenverein und habe genau drei Wochen später mein eigenes Schützenfest in meinem Dorf. Von daher bin ich nicht unbedingt neidisch.
Frage: Brauchen Sie das Joggen als Gegenpol?
KRause: Absolut. Das Schöne am Joggen ist, dass man mal eine Stunde lang nicht erreichbar ist. Ich nehme nie mein Telefon mit. Ich habe da meine Ruhe, höre meine Musik und bin dann entsprechend relaxt.
Frage: Wie viele Kilometer schaffen Sie?
Krause: Unter elf Kilometer gehe ich nicht los. Am Wochenende laufe ich auch mal einen Halbmarathon.
Frage: Ihre Auftritte wirken immer locker und spontan – wie viel Planung und Perfektion steckt dahinter?
Krause: Es sind 90 Prozent Perfektionismus und zehn Prozent sind Spontanität.
Frage: Sie singen „Geh mal Bier holen“: Wie viel Bier brauchen Sie vor einem Gildefest-Auftritt?
Krause: Da brauche ich nicht ein einziges Bier. Wenn ich bei jedem Auftritt Bier trinken würde, wäre ich schwerster Alkoholiker. Ich gehe zu 99 Prozent nüchtern auf die Bühne, weil das anders auch gar nicht machbar ist. Man muss schon fit sein.
Frage: Haben Sie besondere Erinnerungen an das Gildefest?
Krause: Das Zelt ist wirklich gewaltig groß, mitten in der City. Ich glaub, an dem Wochenende regt sich keiner darüber auf, dass es mal ein bisschen lauter ist. Ist auf jeden Fall eine sehr gute Veranstaltung und mit eine der besten, die es überhaupt gibt.
Frage: Welche Musik hören Sie privat?
Krause: Ich bin ein Kind aus den 1980er Jahren. Ich bin mit Bands wie U2, The Police, Simple Mind, The Cure und Depeche Mode groß geworden. Also höre ich viel Musik aus den 1980er Jahren. Aber auch Coldplay oder Editors – das ist Musik, die ich mag. Es darf also ruhig ein bisschen progressiver sein.
Frage: Heute Mallorca, morgen Gildefest – wann geht’s denn zum Eurovision Songcontest?
Krause: Aufgrund der Pleite im letzten Jahr haben wir schon überlegt, ob wir nicht mal 2018 sagen: Wir gehen an den Start für den ESC. Denn schlechter als das, was wir in den letzten fünf Jahren präsentiert haben, kann es ja eigentlich nicht sein. Vielleicht ist es wichtig, wieder Humor und ein bisschen Stimmung und Party in den ESC zu bringen.
Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

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