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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Begegnung: Abschied von Frankreich fällt schwer

06.06.2011

AUVERS-LE-HAMON Es gibt viele Dinge, an denen man erkennen kann, dass aus einer Städtepartnerschaft zwischen Hatten und Auvers-le-Hamon in Frankreich eine wirkliche Freundschaft zwischen Menschen geworden ist. Dies zeigt sich beispielsweise in der Geschichte von Stefanie Raapke, die vor mehr 30 Jahren mit dem Sandkruger Jugendorchester als Jugendliche zum ersten Treffen kam. Sie verbrachte anschließend jedes Jahr mehrere Wochen in Auvers, studierte Französisch und begeistert heute als Lehrerin wieder Kinder für das Nachbarland. Nach 28 Jahren traf sie ihre Gasteltern von damals wieder – nur eine von vielen sehr emotionalen Begegnungen.

Mit Händen und Füßen

Und auch darin zeigt sich Freundschaft: Ehepaare, die sich seit vielen Jahren immer wieder gegenseitig besuchen und sich vom ersten Tag an nur mit Händen und Füßen verständigen können, verstehen sich dennoch vom ersten Moment an sofort wieder. Dass diese Freundschaft auch eine Zukunft hat, zeigt sich, wenn Jugendliche aus beiden Ländern noch gegen 1.30 Uhr morgens mit der Generation ihrer Eltern und Großeltern zusammen feiern und durch den Saal tanzen.

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Das und viel mehr haben 50 Besucher aus der Gemeinde Hatten in den vergangenen fünf Tagen mit ihren Gastge-bern erlebt. Auch wenn das Gründungsdatum der Städtepartnerschaft schon 31 Jahre zurückliegt, wurde vom 1. bis 5. Juni in Auvers-le-Hamon das 30-jährige Bestehen der Part-nerschaft gefeiert. Nach einer 17-Stunden-Busfahrt für die mehr als 1000 Kilometer lange Strecke erreichte die Gruppe mit Bürgermeisterin Szepanski, Maren Meyer und Eva Wübbenhorst vom Partnerschaftskomitee an der Spitze den 1300-Einwohner-Ort im Departement Maine. Die ersten beiden Tage dienten dem Wiedersehen, dem Kennenlernen und Besichtigungsfahrten ins nahe Le Mans, in den Ort Sablé und zu einer Weinprobe.

Die jungen Männer und Frauen der Jugendband Rock & Pray aus der evangelischen Kirchengemeinde Sandkrug und einige Freunde schlossen derweil schon Freundschaft mit Gastbrüdern und -schwes-tern. Der offizielle Teil der Feierlichkeiten begann am Sonn-abend. In einer kurzen An-dacht erinnerte Pastor Her-mann Schorling an die Gründungszeit der Partnerschaft und an ihre Gründer auf bei-den Seiten der Grenze. Eine Kerze aus Sandkrug wird künftig in der Kirche an die Partnerschaft erinnern – ebenso wie die Orgel, die gerade saniert wird. In ihrem Innern sorgen künftig drei Orgelpfeifen aus den Sandkruger und Kirchhatter Kirchen für einen schönen Klang. Drei Erlen, von Bürgermeister Jean-Pierre Legay und seiner Amtskollegin Elke Szepanski gepflanzt, sollen in Auvers an die Partnerschaft erinnern, drei ebensolche Bäume versprach Legay, würden beim nächsten Treffen in Hatten gepflanzt.

Medaillen und Notenständer

Es folgte am Abend eine Vielzahl weiterer Symbole der Freundschaft: Legay und Elke Szepanski unterzeichneten eine neue Partnerschaftsurkunde, Szepanksi überreichte im Gegenzug einen handgearbeiteten Notenständer, dessen Gegenstück im Hatter Rathaus steht, Legay revanchierte sich mit einer von zwei Medaillen – die zweite wird ebenfalls ihren Platz im Rathaus von Auvers finden.

Für eines der am meisten in die Zukunft gewandten Sym-bole sorgten aber die Jugend-lichen: Zwei Mitglieder der Harmonie Municipale stan-den spontan mit Rock & Pray auf der Bühne. Aus der Freundschaft der Harmonie mit dem Jugendorchester Sandkrug war vor 30 Jahren die Partnerschaft entstanden. Die damals gegründeten Freundschaften könnten heute von neuem entstehen: „Wir haben uns schon gestritten, bei wem von uns unser Gastbruder übernachtet, wenn er zu Besuch nach Deutschland kommt“, sagen beispielsweise Simon und Rouven.

Den Geist dieser Freund-schaft zu erhalten und auszu-bauen, diese Perspektive be-schworen Szepanski und Le-gay in ihren Ansprachen. Sie erinnerten sowohl an die Gründer der Partnerschaft als auch an die vielen Familien, die sie im Laufe der Jahre mit Leben erfüllten. „Aus diesem 30. Geburtstag soll ein wichtiges Band für die Zukunft entstehen, eine Zukunft die in den Händen unserer jungen Leute liegt“, sagte Jean Pierre Legay.

Hochzeitstag in Auvers

Bürgermeisterin Elke Sze-panski dankte neben Maren Meyer und Eva Wübbenhorst allen anderen Begleitern, die sich als Übersetzer und Dolmetscher betätigt hatten – wie die ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Uwe Köster und Georg Kirstein, der mit seiner Frau Helga sogar den 51. Hochzeitstag während der Jubiläumsfeiern in Auvers verbrachte. Ganz abseits aller Symbole zeigte sich am letzten gemeinsamen Abend erneut die lebendige Freundschaft. Bis in den frühen Morgen wurde gemeinsam getanzt, und den Abschied nach nur wenigen Stunden Schlaf am Sonntagmorgen brachten viele nur mit Tränen in den Augen hinter sich.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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