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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Abstraktes trifft auf dunkle Kontraste

04.07.2017

DÖtlingen Galeristin Gertje Kollmann hat nun ihre erste Ausstellung unter eigener Regie in der Galerie im Heuerhaus in Dötlingen eröffnet. Nachdem Anne Hollmann ausgeschieden war, führt die Hatterin die Galerie bis zum Jahresende weiter.

Abstrakte Malereien

„Das ist heute schon etwas anderes für mich“, zeigte sich Gertje Kollmann ein Stück aufgeregt. Anne Hollmann war zwar auch zur viel besuchten Vernissage der Ausstellung „Kontraste“ in die Galerie gekommen, „aber sie steht hier eben nur noch als Gast und nicht an meiner Seite. Eigentlich schade“, betonte die Galeristin. Mit Susanne Schwartinsky-Probst aus Oldenburg und Claus Wettermann aus Augustgroden (Stadland) begrüßte Kollmann zusammen mit ihrem Mann Arno zwei Autodidakten, die es mit ihrer Kunst beachtlich weit gebracht haben.

Schwartinsky-Probst, 1965 in einem Künstler- und Handwerkerhaushalt geboren, setzte sich ab 2003 intensiv mit der Malerei auseinander. In der Dötlinger Galerie zeigt sie abstrakte Malereien, deren Kennzeichen fast zufällig zu erkennende Ornamente aus einer zuvor angewandten Drucktechnik sind, die unter der Farbenvielfalt auftauchen.

„Ich habe auf Langeoog das Entstehen einiger Werke bei Susanne miterleben dürfen. Manchmal auf dem Boden hockend, um aus verschiedenen Blickwinkeln ihre Kunst zu betrachten“, beschrieb Kollmann die Begegnungen mit der heute in Oldenburg lebenden und arbeitenden Künstlerin.

Wettermanns Werdegang ist ebenfalls autodidaktisch geprägt. Der 1941 in Seefeld (Stadland) geborene heutige Bildhauer arbeitete zuvor als Journalist. Von 1964 bis 1983 war er bei der Deutschen Presse-Agentur in Hannover, Hamburg und im dpa-Bundesbüro in Bonn tätig. Dann bis 1990 im Bonner Büro des Kölner Stadt-Anzeigers, schließlich bis 2001 als Chefredakteur des Delmenhorster Kreisblatts. Eine kunsterzieherische Ausbildung genoss Wettermann an der Oberschule Nordenham.

Schwarze Bildhauerei

Sein wachsendes Interesse für Bildende Kunst, insbesondere zeitgenössischer Bildhauerei der abstrakten, stark reduzierten Formen in Eisen, Stahl und Holz, vertiefte er. Seit zwölf Jahren arbeitet Wettermann als Holzbildhauer. In der Galerie fielen seine pechschwarzen Bildhauereien auf. „Das Schwarz ist für mich die ideale Farbgebung, denn es hebt hervorragend die Struktur des Holzes hervor“, betonte das Mitglied des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Oldenburg.

Die Ausstellung ist bis zum 20. August in der Galerie zu sehen. Öffnungszeiten: donnerstags und freitags, 15 bis 17.30 Uhr, samstags von 15 bis 17.30 Uhr und sonntags von 14 bis 17.30 Uhr.

Weitere Nachrichten:

dpa | Kölner Stadt-Anzeiger | Oberschule Nordenham | BBK