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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Literatur In Wardenburg: Sagenhaft humorvolle Sprachakrobatik

09.10.2019

Achternmeer Lars Kramer schreibt gerne. Warum? Das beantwortet der 39-Jährige aus Achternmeer in seinem neuen Buch selbst – und zwar in Reimform. Auf den letzten der rund 70 Seiten heißt es dort:

„Der Autor schreibt im Epilog, was ihn zu seinem Werk bewog. [...] Natürlich ist es ohne Frage das Interesse für die Sage, doch wichtiger, ich fahre fort, die Liebe zum geschrieb’nen Wort. Das klingt voll kitschig, ja, ich weiß, doch Sprache ist halt geiler Scheiß.“ Im Epilog von „Is’ ja sagenhaft! 4“ spricht Lars Kramer weiter vom kreativen Zeitvertreib, vom Schaffen als Therapieersatz, und, ja, auch von ein wenig Eitelkeit. „Man tut das in erster Linie für sich“, sagt Kramer, „und natürlich fürs Publikum.“

Illustrationen bereichern

Es ist nicht das erste Buch des Achternmeerers, sondern, wie es der Titel bereits sagt, der vierte Teil einer Reihe und sein achtes Buch insgesamt. Die „Sagenhaft“-Reihe versammelt „kleine gereimte Kurzgeschichten“, wie Kramer sie nennt. Kleine Zeichnungen des Hundsmühlers Rudi Kohls bereichern die Geschichten. Die beiden haben sich vor Jahren über Kramers Ehemann kennengelernt und irgendwann beschlossen, Hobby-Schreiben und Hobby-Zeichnen in gemeinsame Werke umzusetzen.

Das neue Buch: „Is' ja sagenhaft! 4“ BILD: Nathalie Meng

Is’ ja sagenhaft!

Die Reihe „Is’ ja sagenhaft!“ ist im Engelsdorfer Verlag erschienen. Die Bände kosten je 8,40 Euro (ISBN 978-3-96145-784-7).

Lars Kramer liest am Freitag, 29.November, ab 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Achternmeer, Korsorsstraße 165, aus seinem neuesten Buch, Teil 4 der Reihe.

Mehr Informationen:

    http://www.larskramer.de

Kramer schreibt seit Jugendtagen, war schon immer kreativ, wie er sagt. Schreiben hat, wie er ja auch in seinem Epilog erwähnt, einen therapeutischen Effekt. „Schreiben ist ein tolles Medium. Man kann sich Dinge von der Seele schreiben“, sagt Kramer. Neben Freude am Texten und der Liebe zur Sprache treibt ihn noch etwas an: Schreiben ist für ihn auch ein wichtiger Ausgleich. Kramer arbeitet als Pfleger in einer Psychiatrie. Sich Dinge von der Seele schreiben, einen Ausgleich – „Das braucht man da“, sagt er. Die Nächte nutzt er gern zum Schreiben.

Und damit nicht genug: Mit dem Verkauf seiner Bücher tut Kramer auch noch Gutes und spendet den Erlös an gemeinnützige Einrichtungen, zum Beispiel an ein Hamburger Kinderhospiz.

Seine erste Veröffentlichung, „Papiersoldaten“ (2006), war im Ton noch etwas ernster, sagt Kramer. Mit „Is’ ja sagenhaft!“ hat er den Ernst größtenteils hinter sich gelassen. Wobei: Auch hier spricht er Themen wie Liebe, Kirche oder Emanzipation an und da kann man ja durchaus von ernsten Themen sprechen. Nur schreibt Lars Kramer darüber halt, wie er sagt, auf seine Weise: mit schwarzem Humor, in Reimform und in moderner Sprache.

„Norden gehört zu mir“

Kostprobe gefällig? Voilà: „Und dann war dieser Glockenspieler nicht nur so’n blöder Grenzdebiler, nein, auch noch adlig, so ein Junker aus irgend so ’nem Herrschaftsbunker und sein Gegrabsche somit auch ’ne schlimme Form von Machtmissbrauch.“

Grundlage für die Geschichten sind Sagen („ein unerschöpfliches Potenzial“), und zwar ausschließlich solche aus Norddeutschland. Lars Kramer ist zwar schon viel rumgekommen, dabei aber immer im Norden geblieben: Rügen, Kiel, Bremen, Oldenburg und nun eben Achternmeer. „Der Norden gehört zu mir“, sagt er.

Und warum das Humorvolle? „Humor ist wichtig. Ich lache einfach gern. Alle Menschen lachen doch gerne“, sagt Lars Kramer. Und lacht.

Nathalie Meng Redakteurin / Online-Redaktion
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