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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ahlhorner Sternsinger sind international unterwegs

07.01.2019

Ahlhorn Mucksmäuschenstill war es in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Ahlhorn am Samstagmorgen, als Pastoral-Assistent Christopher Waide die Sternsinger im Beisein von Pastorin Christine Vieth ausnahmsweise in Gebärdensprache zum Aussendungsgottesdienst begrüßte. „Damit haben wir uns in der Vorbereitung der Sternsingeraktion beschäftigt. Denn es ist das erste Mal, dass es eine Begrüßung in Gebärdensprache gibt“, erklärte Sternsinger-Beauftragter Bernd Book und verfolgte die Symbole aufmerksam – Zeichen, mit denen sich Menschen auch verständigen können, die für viele aber ein Buch mit sieben Siegeln sind.

Bevor die 66 Mädchen und Jungen in fünf Gruppen nach dem ökumenischen Aussegnungsgottesdienst ausschwärmten – in diesem Jahr besuchen sie 921 Haushalte in der Gemeinde –, würdigten die beiden Geistlichen das Engagement der Mädchen und Jungen, die in ihren Kostümen bunt und fröhlich als Sternsinger den Segen Christi zu den Menschen in die Häuser bringen.

„Da werden sich die Kinder freuen, die das Geld aus der Aktion erhalten“, sagte Pastorin Vieth. Gesammelt wird dieses Mal in der größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder für Mädchen und Jungen in Peru. Das Motto lautet: „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“.

Erste Station nach dem Aussendungsgottesdienst war für Sternsingerin Hannah Wygrala und ihre Gruppe das Pfarrhaus gleich neben der Herz-Jesu-Kirche. Dort schrieb sie den Segensspruch „Christus Mansionem Benedict“, 20*C+M+B*19, „Christus segne dieses Haus“ an die Hauswand von Pfarrer em. Erhard Bögershausen. Selbstverständlich ließ er die Kinder auf ihrem Weg zu anderen Häusern nichts davonziehen, ohne gespendet zu haben.

Zuvor hatten sie die Sterne und Sammelbüchsen von Marianne Book erhalten. Seit mehr als 35 Jahren ist sie für die Kostüme und Utensilien zuständig. Ihr Mann Bernd Book hat die Organisation der Sammlung samt Gruppenaufteilung in den Händen. Ohne das Ehepaar läuft bei der Sternsingeraktion nicht viel. Doch nun sucht Marianne Book eine Nachfolgerin, die ihre Aufgaben übernimmt. „Irgendwann ist es auch einmal Zeit aufzuhören und alles in jüngere Hände zu übergeben“, sagte sie. Sicherlich keine leichte Suche, wie auch ihr Mann meinte. Auch er will in absehbarer Zeit auf Nachfolgersuche gehen. Alles hat eben seine Zeit.

Außergewöhnlichen Nachwuchs haben bereits die Sternsingerkinder: Mit unter den Sternsingern waren zum zweiten Mal in Folge Turko, Harima, Zahraa und Lale, die mit ihren Familien aus dem Irak nach Ahlhorn kamen. Sie alle sind verwandt und finden das Sammeln für Kinder in anderen Ländern wichtig und gut. Turko ist beste Schülerin in ihrer Klasse in der Grundschule, alle konnten ihren Namen bestens buchstabieren. Ein Stück Migrations-, aber auch Integrationsgeschichte, wie am Rande zu diesem außergewöhnlichen Engagement bemerkt wurde. In der Grundschule Ahlhorn haben 70 Prozent der Schulkinder einen Migrationshintergrund.

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