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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kleines Modell bahnt Weg zu großer Freude

20.10.2018

Ahlhorn Das Gebäude ist im Jahr 1931/32 im Stil der „neuen Sachlichkeit“ errichtet worden. Die Rede ist vom ehemaligen Stellwerk Ahlhorn As mit integriertem Wasserturm. Der Verein zur Bewahrung, Instandsetzung und Nutzung des denkmalgeschützten Stellwerkgebäudes Ahlhorn hat es mustergültig sanieren lassen. Aus der einstigen Ruine ist ein schmucker Standort für den Monumentendienst geworden. Passend zum Gebäude ist es auch am Freitagmittag sachlich zugegangen, und doch war die Begeisterung in den Augen der Beteiligten nicht zu übersehen, in den Worten nicht zu überhören. Denn jetzt gibt es das Stellwerk auch im Miniaturformat 1:87 (H0).

Die renommierte Schwarzwälder Firma Gebr. Faller hat das Gebäude in allen Feinheiten verkleinert und nachgebaut. „Das ist der Hammer“, zitierte Prof. Dr. Uwe Meiners, Vorsitzender des Trägervereins, einen Experten aus seiner früheren Arbeitsstätte, dem Museumsdorf Cloppenburg.

Idee von Peter Nieslony

Direkt vor dem Original an der Vechtaer Straße stellte Stefan Rude, Marketing- und Vertriebsleiter von Faller, den neuen Bausatz vor, der seit drei Wochen im Handel zu haben ist. Er besteht aus 108 Einzelteilen, Fensterfolie, Deko und Bauanleitung.

Dass es so weit gekommen ist, dafür nannte Rude auch einen Namen aus der Region: Peter Nieslony, Geschäftsführer des Trägervereins Stellwerk. Den ersten Kontakt gab es im September 2016 bei einem Besuch der Firma Faller, an dem Nieslony mit anderen Bahnfans teilnahm. Er fragte an, ob nicht das Stellwerk mit seiner wohl bundesweit einmaligen Konstruktion ein Modell wert sein könnte. Er ließ der Firma detaillierte Unterlagen zukommen und das Projekt kam ins Rollen. Das heißt schon etwas, denn jede Woche gehen neue Vorschläge bei dem Modellbauspezialisten ein. Der charaktervolle Bau, die faszinierende Geschichte der Kombi Stellwerk/Wasserturm, die Funktion im Bahnbetrieb, die Lage im Norden: alles Argumente für die Entwicklung des Modells. Rude sprach denn auch von einem „Leuchtturmprojekt“.

Aufwendige Entwicklung

„Nach monatelanger Entwicklungs- und Produktionszeit“, so Rude, und erheblichen Investitionen im fünfstelligen Bereich (so für das Werkzeug) war das Stellwerk Ahlhorn als Serienmodell fertig. Modell eins wurde dem Trägerverein am Freitagmittag als kleines Dankeschön übergeben. Rude betonte: „Uns freut es besonders, dass das Stellwerk Ahlhorn den Sprung auf die Modellbaubühne geschafft und bereits im Vorfeld für viel positive Resonanz gesorgt hat.“

Peter Nieslony hatte eingangs des Empfangs, an dem viele Unterstützer der Sanierung des Denkmals teilnahmen, die wechselvolle Geschichte des Gebäudes vorgestellt und wie es gelungen ist, das Stellwerk doch noch vor dem Abriss zu bewahren. Dabei sind Spenden weiter gerne gesehen, wie er betonte. Bis zum Jahresende soll alles abgeschlossen sein.

Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke, nach eigenen Angaben ohne „Eisenbahn-Gen“, war gleichwohl begeistert. Er sprach von einer großen Ehre, dass das Gebäude bundesweit vermarktet werde. „Das wird hoffentlich Bestandteil in jedem Wohnzimmer“, sagte er. Faller lässt es allerdings etwas ruhiger angehen: 1000 Stück beträgt die erste Auflage.
  Die Gebr. FALLER GmbH ist „Im Kleinem groß“, so der Slogan des Modellbauers. Seit über 70 Jahren werden Gebäudebausätze und Zubehör hergestellt. Neben den eigenen Produkten hat Faller ein großes Portfolio weiterer Hersteller von Modellbauprodukten im Vertrieb. Hauptabsatzbereich sind Deutschland und das europäische Ausland. Das traditionsreiche Unternehmen wurde 1946 gegründet und hat seinen Firmensitz in Gütenbach/Südschwarzwald. Hier werden die Produkte erdacht, entwickelt, hergestellt und vertrieben, wie Rude betonte.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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Gebr | Monumentendienst | Museumsdorf Cloppenburg

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