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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Alles eine Frage der Organisation

27.05.2017

Wildeshausen „Es war ein turbulentes Jahr, in jeder Hinsicht“, bilanziert Michael Rüdebusch (30) seine Zeit als Schaffer der Wildeshauser Schützengilde. Missen möchte er die Zeit auf keinen Fall, ebenso wenig wie seine Ehefrau Anne (33).

„Es war ein unglaubliches Gefühl“, erinnert sich Michael Rüdebusch an den Moment seiner Proklamation. „Wir standen auf dem Podest und waren begeistert, wie viele Menschen sich mit uns gefreut haben.“ Auch Anne Rüdebusch erinnert sich gern daran. „Wir kamen die nächsten gefühlten eineinhalb Stunden gar nicht aus den Umarmungen raus. Es war großartig.“

Nach der Festwoche begannen die traditionellen Mechanismen zu greifen. Manöverkritik zum Fest, Einladungen und Versammlungen. „Ich habe dennoch versucht, viel mit meinem Pfingstclub Los Gilderados zu machen“, erzählt Michael Rüdebusch. „Der hat uns auch das ganze Jahr über toll unterstützt. Vor allem in der Pfingstwoche haben die Clubkameraden uns sehr geholfen. Es ist viel wert, so einen Rückhalt zu haben.“

Hinzu kam, dass der amtierende König Lars Kröger ebenfalls zum Pfingstclub gehört. „Das war großes Glück, denn Lars kenne ich schon seit etwa 15 Jahren, seine Frau sogar noch aus dem Sandkasten“, sagt Michael Rüdebusch. „Durch diese Freundschaft hat auch die Zusammenarbeit für die Gilde prima geklappt und wir haben gemeinsam ein tolles Jahr erlebt.“

Trotz aller offiziellen Verpflichtungen hatten die Rüdebuschs immer auch genügend Zeit für sich, sagen sie. „Viele meinen ja, man gehört für ein Jahr mit Haut und Haaren der Gilde und hat kein Privatleben“, sagt Anne Rüdebusch. „Ich wurde auch in letzte Zeit öfter gefragt, ob ich das Jahr bereut habe. Nein, kein bisschen. Allein schon wegen der vielen netten Menschen, die wir in dieser Zweit kennengelernt haben.“

Zudem schweiße das Jahr auch die Partner zusammen, findet Michael Rüdebusch. „Klar hat die Gilde gewissermaßen Priorität in diesem Jahr“, sagt er. „Aber wir konnten auch in diesem Jahr ganz entspannt in den Urlaub fahren. Ich hatte auch genug Zeit für meinen Sport, Tischtennis und Fitness. Und Anne trainiert gerade für einen Triathlon. Das ist letztlich alles eine Frage der Organisation.“ Auch mit der Arbeit war das Jahr ohne Weiteres vereinbar. „Die meisten Veranstaltungen sind ja sowieso abends“, sagt Michael Rüdebusch. „Dennoch ist ein toleranter Arbeitgeber von Vorteil.“

Nun geht das ereignisreiche Jahr für ihn zu Ende. Nach der Beförderung auf der Herrlichkeit am Pfingstdienstag tritt Rüdebusch der Fähnrichsgruppe bei. „Die Fähnriche haben mir im vergangenen Jahr mit Rat und Tat zur Seite gestanden und es hat sich eine echte Gemeinschaft auch über die offiziellen Gilde-Veranstaltungen hinaus gebildet“, sagt er. „Deshalb bin ich sicher, dass wir auch weiterhin eine tolle Zeit haben werden.“ Für den künftigen Schaffer haben die Rüdebuschs schon jetzt einen guten Tipp: „Das Wichtigste ist, sich nicht stressen zu lassen“, sagt Anne Rüdebusch. „Denn unterm Strich ziehen wir alle an einem Strang für ein erfolgreiches Gildefest.“

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