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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Reformation: Alles in Luther im Jahr des        Jubiläums

04.01.2017

Hude 500 Jahre sind vergangen, seit Martin Luther 95 Thesen an die Kirchentür in Wittenberg in Sachsen-Anhalt schlug und damit den Auftakt zur Reformation gestaltete. In diesem Jahr feiert Deutschland das Jubiläum mit einem bundesweiten Feiertag am 31. Oktober, es gibt Spielfiguren in Gestalt des Reformators und Biere schmücken sich mit seinem Namen. Auch in Hude ist das evangelischen Gemeindehaus, das 1958 erbaut wurde, nach ihm benannt.

„Luther war fehlbar“

Hudes Pastor sieht den ganzen Wirbel jedoch gelassen. „Eine Person, die vor 500 Jahren gelebt hat, als Vorbild zu bezeichnen, ist schwierig“, sagt er. „Hätte es diesen Mann nicht gegeben, gäbe es die evangelische Kirche und auch mich als Pastor nicht, das ist sicher. Er war ein Kind seiner Zeit. Ich betrachte ihn eher als Wegweiser“, sagt Reiner Backenköhler.

Luther sei für ihn ein außerordentlich prägendes Leitmotiv in Bezug auf die Verbreitung von Gottes Botschaft, dem Verständnis von Kirche als Gemeinschaft von Gläubigen und der Freiheit des Gewissens. „Ein Personenkult ist aber unangemessen, auch wenn ich nichts gegen die Playmobil-Figuren habe. Auch Luther war fehlbar“, sagt Backenköhler, der gemeinsam mit Udo Dreyer und Michael Lupas rund 8700 evangelische Kirchenmitglieder in Hude und Holle-Wüsting betreut, und bezieht sich dabei auf „Luthers Irrwege in Bezug auf die Bauernkriege und Juden“. Er erwarte daher von jedem, sich kritisch mit dem Reformator auseinanderzusetzen.

In erster Linie gehe es ihm beim 500-jährigen Jubiläum nicht um die Person, sondern um das Thema Reformation. „Am besten erneuert man sich natürlich jeden Tag. Anknüpfungspunkte gibt es in unserer Zeit genügend, wie etwa den Umgang mit Flüchtlingen.“

So ist es nicht verwunderlich, dass die Reformation nicht nur in diesem Jahr eine große Rolle in der evangelischen Kirchengemeinde Hude spielt. Bereits 2016 besuchte der Pastor Grundschulen, um das Thema altersgerecht zu behandeln. Dies soll auch 2017 fortgesetzt werden.

Gott und die Welt

Ebenfalls wird die Reihe „Gott und die Welt“, die sich um die Schriften und Biografie von Martin Luther dreht, fortgesetzt werden. Laut Backenköhler findet der nächste Termin am Montag, 24. Januar, statt. Dabei soll es sich um Luther in der Zeit von 1505 bis 1520 drehen.

„Vom Lutherjahr wünsche ich mir mutige und aufrechte Christen, für die die Liebe Gottes das Größte ist und dass die Freiheit des Gewissens gestärkt wird“, sagt Backenköhler. Pläne für Veranstaltungen am Reformationstag gebe es schon für Hude.  „Die werden aber noch nicht verraten“, sagt der Pfarrer.

Sophie Schwarz Volontärin / NWZ-Redaktion
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