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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Alltag aus vielen Perspektiven

31.05.2008

GANDERKESEE Wenn Jens Heidtmann alias Wilfried Putensen, kulturelle Ein-Euro-Kraft des See- und Strandbades Blökenhusen an der Hupe, die Vorzüge seiner Gemeinde auflistet, dann kommen wohl nur bei ganz wenigen echte Urlaubsgefühle hoch. Das mag zum einen daran liegen, dass er die touristische Attraktivität Blökenhusens nicht voller Elan präsentiert. Andererseits könnte dies auch mit seiner beruflichen Degradierung zu tun haben. Denn einst war Putensen Leiter des Referats für Frauen, Kinder und Kultur, von ihm selbst auch Randgruppenreferat genannt. Doch nach einem kleinen Fehler – Putensen veröffentlichte den werbeuntauglichen Slogan „Blökenhusen pupt“, statt „Blökenhusen hupt“ – erfuhr er seinen ganz persönlichen beruflichen Abstieg.

Kabarettist Jens Heidtmann war am Donnerstagabend der letzte Gast im Rahmen der Ganderkeseer Kleinkunstabende. Nachdem zuvor bereits die beiden Duos „Der flotte Dreier“ aus Berlin sowie „Funke und Rüther“ aus Münster im Haus Müller aufgetreten waren, wartete Heidtmann mit einem gegensätzlichen Kabarettprogramm auf, weil es weniger politische Züge beinhaltete.

Der 50-Jährige hantierte dabei mit einem Wechselspiel aus der drögen Ortspräsentation des Strandbades Blökenhusen und den auflockernden kabarettistischen Szenen mit sprechenden Puppen. Mit diesen Figuren schlüpfte Heidtmann in den gesellschaftlichen Alltag, überlieferte Gespräche zwischen zwei Senioren, wovon einer dem anderen unbedingt zum Altersheim rät, denn „eine größere Mädelsdichte als dort wirst du nie finden“. Und da die Frauen sowieso eher auf Blumengeschenke stehen als auf Kukident, sei er dort doch gut aufgehoben. Zudem lernt der Zuschauer, dass Pytons lieber weiße als braune Kaninchen verspeisen und kleine Kaninchen immer eher aus der Tierhandlung gekauft werden als große. Diese Erfahrung macht zumindest eben jenes große Kaninchen selbst, denn Heidtmann verleiht dem Tier natürlich eine Stimme.

Die Theaterkabarett-Einlagen werden per Musikeinspieler von Blökenhusener Geschäftsleuten mitgetragen. So sponsert die Samen- und Zoohandlung Piepenbrook („Kein Problem mit Vogelkot bei Käfigen von Piepenbrook“) die erste kabarettistische Szene. Petra Erlemann, Lebensgefährtin des Kabarettisten, führte bei dem Soloprogramm „Da kann man nicht meckern“ am Donnerstag die Regie.

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