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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Diamantene Hochzeit: Als Magd und Knecht ein Paar geworden

27.02.2014

Hockensberg 60 Jahre ist es an diesem Donnerstag her, dass sich Marie (geborene Hagen) und Martin Gerdes aus Hockensberg in Carolinensiel in Ostfriesland das Ja-Wort gaben. „Es war scheußliches Wetter am 27. Februar 1954. Der Boden war noch gefroren, und es regnete darauf. Durch diesen Dreck mussten alle in unsere Ein-Zimmer-Wohnung, wo wir gefeiert haben“, erinnert sich die Jubelbraut an ihre Eheschließung. Zum Fest der diamantenen Hochzeit stehen die Zeichen dafür auf besseres Wetter.

Marie Gerdes (82) stammt aus einem Dorf bei Esens. Martin Gerdes (85) wurde in Nord-Durum bei Burhave geboren. Der Zufall brachte sie auf demselben Hof eines Bauern in Carolinensiel als Magd und Knecht zusammen.

Die beiden verguckten sich ineinander. „Ich hatte damals noch einen Freund, mit dem ich auf dem Deich spazierte. Das hat Martin gesehen und nur gesagt, die spanne ich ihm aus“, schmunzelte die Jubelbraut, wenn sie an den Mai 1953 zurückdenkt, der Monat in dem Martin seine Marie für sich gewann.

Nach der Heirat wurde es mit der Arbeit in Ostfriesland schlechter. „Im Kreis Fallingbostel fanden wir Arbeit. Das war 1961“, so die Braut. Sie melkte auf dem Hof die Kühe. Ihr Mann arbeitete dort als Knecht. Wohnen konnten die jungen Leute im Heuerhaus.

Sechs Kinder, 13 Enkel und zwölf Urenkel zählen heute zur Familie. Doch bis das Paar in der Gemeinde Dötlingen Fuß fasste, lagen einige Umzüge vor der Familie. 1962 wollte Marie Gerdes aufgrund von Heimweh wieder näher nach Ostfriesland. Bei Meyerholz in Habbrügge fanden sie Anstellung. Marie Gerdes arbeitete als Melkerin und ihr Mann Martin in Ganderkesee als Lkw-Fahrer. In der Firma Stoppe sollte er 30 Jahre bis zur Pensionierung tätig sein.

Nach fünf Jahren verkaufte der Bauer seine Kühe. Deshalb zogen Gerdes nach Klein Henstedt um. Nach der Geburt der jüngsten Tochter 1968 wurde in Brettorf 1969 eine Wohnung bezogen. 1971 baute die Familie dort.

1991 kaufte eine der Töchter und dessen Mann den Eltern das neue Haus. Seit Juni 2013 leben die Jubelbrautleute in Hockensberg. „Hier fühlen wir uns richtig wohl. Das war ein guter Entschluss“, meinte die Braut.

Wenn es die kleinen körperlichen Zimpeleien und das Wetter zulassen, fährt Martin Gerdes noch jeden Tag mit dem Elektro-Fahrrad rund 20 Kilometer. Marie Gerdes liest dagegen vor dem Schlafen im Bett eines der vielen Romanhefte. Sie genießen ihren Ruhestand.

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