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Heimatstube: Alt und aus Ganderkesee muss es sein

20.07.2015

Ganderkesee Holger Schoberts Drehorgel war schon von weither zu hören, und auch drinnen in der Heimatstube Bürstel und auf dem weitläufigen Außengelände am Heidenwall herrschte am Sonnabend ein anderer Geräuschpegel als üblich. Nach zwei Jahren Pause hatte der Orts- und Heimatverein (OHV) Ganderkesee wieder einmal zum Tag der offenen Tür in das kleine Museum eingeladen.

Auch für Stammbesucher gab es allerlei Neues zu sehen – etwa das komplett sanierte Klassenzimmer im Untergeschoss, den nun komplett verkleideten Spitzboden, der die Sammlung von alten Alltagsgegenständen beherbergt, oder auch zahlreiche neue Exponate. Nach wie vor erhält der OHV laufend neue Spenden – zuletzt am Sonnabend. Ein Ganderkeseer brachte beispielsweise einen Zirkel für die Schultafel mit.

„Wir wissen schon immer Bescheid, wenn wieder jemand mit einer Plastiktüte in der Hand um die Ecke kommt“, sagte OHV-Kassenwart Gerhard Einhaus lachend. Auch eine Wurstmaschine und eine Schiefertafel, die einst einem Schüler der Bürsteler Schule gehörte, sei unter den jüngsten Spenden.

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Leihgaben nimmt der Verein aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht an. Ansonsten gelten für die Annahme von Spenden vor allem zwei Kriterien: „Ein bestimmtes Alter geben wir nicht vor“, sagte Gerold Ahlers, der sich mit Günter Fleischer den Posten des Vereinsvorsitzenden teilt. „Aber die Dinge müssen aus dem Verkehr sein und einen unmittelbaren Bezug zu Ganderkesee haben.“

Alle Exponate werden anschließend einem bestimmten Themenbereich zugeordnet. Auch die Sammlung von Einzelgegenständen im Obergeschoss hat der OHV noch stärker strukturiert und grenzt nun etwa Schreibmaschinen von Gegenständen zur Lebensmittelverarbeitung ab.

Mehr als 100 Besucher hatten die Organisatorinnen der Cafeteria bereits am Nachmittag an der Kuchentheke gezählt. Die Veranstalter freuten sich ganz besonders über viele junge Gäste, die sich den ganzen Tag über die Ausstellung ansahen und zwischendurch draußen auf dem Spielplatz oder der NWZ -Hüpfburg tobten. „Sie finden hier ja viel mehr, was es in ihrem Alltag nicht mehr gibt“, so Ahlers, etwa ein Telefon mit Wählscheibe. Und Gerhard Einhaus berichtete von den Besuchen von Schulklassen und Kindergartengruppen: „Es ist unglaublich, mit welcher Begeisterung und welchem Interesse die Kinder unsere Führungen verfolgen.“

Einer der kleinen Besucher am Sonnabend: Oscar. Der Fünfjährige lebt eigentlich in Manhattan/New York und ist derzeit bei seinen Großeltern in Ganderkesee zu Gast. Seine Aufmerksamkeit erregten ganz besonders die historischen Schreibmaschinen.

Auch wenn die einzelnen Themenzimmer und die Sammlung der Heimatstube alles andere als unaufgeräumt wirken: Der Orts- und Heimatverein ist ständig damit beschäftigt, neue Dinge einzusortieren, andere herzurichten oder alles neu zu ordnen. Auf die Frage, wann die Heimatstube denn wohl fertig sei, antwortete Günter Fleischer kurz und knapp: „Nie!“ Der große Klassenraum beispielsweise, der derzeit noch als Lager und Werkstatt diene, solle auch noch zum Ausstellungsraum werden, berichtete er.

Ab sofort möchte der Orts- und Heimatverein den Tag der offenen Tür wieder jährlich stattfinden lassen. Aber auch zwischendurch steht die alte Bürsteler Schule Besuchergruppen offen. Termine können bei Günter Fleischer unter Telefon   04222/3588 vereinbart werden.


     www.gannerseer.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/oldenburg-land 
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Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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