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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Altes Handwerk begeistert Kelten-Fans

01.04.2014

Hude Keltische Lebensart zum Anfassen und Nachmachen: 21 Workshops lieferten am Wochenende viel Platz für kreative Ideen und gemeinschaftliches Arbeiten. Im Zuge der Celtic Days konnten Interessierte Instrumente, wie den Dudelsack, die Harfe oder das Akkordeon erlernen – von teilweise echten Kelten. Auch gälischer Gesang, die Irish Fiddle oder die Bodhrán konnte im Rahmen von Workshops erlernt werden. Verteilt auf Räume der Peter-Ustinov-Schule und das Kreativzentrum verwandelte sich Hude damit in eine kunterbunte Ideenschmiede.

Dazu trugen auch Sabine Harders und die fünf Teilnehmerinnen ihres Workshops „Filzen mit keltischen Motiven“ bei. „Wir benutzen Schafwolle in verschiedenen Farben“, erklärte Harders das Filzverfahren. „Die vorgefilzte Wolle wird dann in die verschiedenen Formen und Motive geschnitten. Damit die Fäden der Wolle ineinandergreifen und gefilzt werden, muss das Ganze kräftig mit Olivenseife eingerieben werden“, erläutert Harders das Verfahren des Nassfilzens.

In einem anderen Raum sorgte Workshopleiter Jorg Rydacki bei der antiken Glasperlenherstellung für eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. „Um eine Glasperle herzustellen, muss man die bunten Glasstäbe so lange erhitzen, bis sie flüssig werden“, erklärte Teilnehmerin Annette Schiffer: „Wenn sie flüssig genug sind, müssen sie in diesem Zustand um eine Metallstange gedreht werden, so ergibt sich die runde Form.“ Gemeinsam mit ihrer Schwester ist sie bereits zum vierten Mal bei den Celtic Days dabei. Eigens für das keltische Event reist die Bielefelderin regelmäßig in den Klosterort. Workshopleiter Rydacki dagegen ist zum ersten Mal dabei und begeistert: „Die Teilnehmer sind wirklich gut dabei und es macht richtig Spaß“, so der Glasermeister.

Über mangelnde Begeisterung konnte sich auch Harald Fricke nicht beschweren. In seinem „Bogenbaukursus für Kinder“ zeigte er den jungen Teilnehmern, wie ein echter Bogen hergestellt wird. „Zuerst haben wir die Leisten zugeschnitten und aufeinandergelegt“, erklärte die zehnjährige Chiara Saul aus Ganderkesee. „Dann haben wir das Holz angemalt mit Wachs – und poliert“, ergänzte Teilnehmer Jonathan Jordt (10). Das Schwierige beim Bogenbau sei die Wichtigkeit der genauen Abmessungen, erklärte Workshopleiter Fricke. „Die Kinder machen das aber wirklich sehr gut“, lobte der Archiotechniker.

So legten die Organisatoren der Celtic Days nicht nur Wert auf ein musikalisches hochwertiges Niveau, dass sich auch in zahlreichen Workshops widerspiegelte, sondern auf ein keltisches Rundum-Paket. So erprobten zahlreiche Nachwuchskelten ihre Kräfte am Sonntag bei den Highland Games. „Uns macht es richtig Spaß“, sagten nicht nur Chiara Saul und Jonathan Jordt.

Die Begeisterung über die Celtic Days zog sich durch sämtliche Veranstaltungen.

Auf der Bühne im großen Saal des Kulturhofs nutzten sämtliche Musiker und Musikbegeisterte am Sonntag noch einmal die Chance und zeigten ihr Können. Neben renommierten Bands, wie „Caledonian Forest“ waren auch die Teilnehmer der zahlreichen Celtic-Days-Workshops auf der Bühne vertreten und zeigten ihre erlernten Fähigkeiten an Gitarren, Whistles, Bagpipes oder Akkordeon.

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Highland | Peter-Ustinov-Schule

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