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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

An Werken nagt Zahn der Zeit

23.05.2012
NWZonline.de NWZonline 2015-07-24T08:41:00Z 280 158

Skulpturenufer:
An Werken nagt Zahn der Zeit

HUDE Seit genau 20 Jahren ist das Skulpturenufer am Huder Bach ein beliebtes Ausflugsziel der Region, das in zahlreichen Reiseführern und in Reisemagazinen zu finden ist. Die Fläche entlang des idyllischen Wanderwegs am Huder Bach liegt knapp zwei Kilometer vom Huder Klosterbereich Bach-aufwärts entfernt. Hat man die Huder Wassermühle und Felder passiert, erreicht man durch einen kleinen Wald das 1,4 Hektar große Skulpturenufer. Dort angekommen, lädt die wilde Wiese mit rund 40 großen Skulpturen, die vom Huder Künstler Wolf E. Schultz geschaffen wurden, zum Verweilen ein. Werke aus Stahl, Stein und Holz begrüßen die Betrachter mit Witz, Ironie und Gesellschaftskritik.

Das 20-jährige Bestehen des Skulpturenufers wird am Mittwoch, 30. Mai, gefeiert. Initiator Schultz wird ab 19 Uhr eine Führung anbieten.

Das Jubiläum möchte Schultz auch zum Anlass nehmen, für seine Kunst im öffentlichen Raum zu sensibilisieren, da an einigen Skulpturen, die der Künstler als kostenlose Leihgaben für Hude ausstellt, bereits der Zahn der Zeit genagt hat. So bestehe bei einigen Werken auf dem Skulpturenufer und im Ort dringender Handlungsbedarf, diese zu restaurieren und zu konservieren. Ansonsten müssten einige Werke bereits in naher Zukunft aus dem Ortskern entfernt werden, da der Fäulnisprozess zu weit fortgeschritten ist. „Natürlich sind viele meiner Werke aus vergänglichen Materialien und nicht für immer gedacht, allerdings ist eine Pflege der Skulpturen auch Ausdruck der Wertschätzung und sorgt dafür, dass die Huder und ihre Gäste auch in den nächsten Jahren das Skulpturenufer besuchen können“, so der 71-jährige.

Der Künstler hofft auf Unterstützung der Gemeinde und der Touristik-Palette Hude. „Erste erfreuliche Gespräche haben wir schon geführt, ich bin sehr zuversichtlich. Gegenüber Unterstützung von privater Seite bin ich allerdings auch sehr aufgeschlossen“, sagt der seit Anfang der 80er Jahre in Hude lebende bildendende Künstler.

Anlässlich des Jubiläums gibt die Gemeinde Hude zusammen mit der Touristik-Palette einen Flyer heraus, der druckfrisch am Jubiläumsabend vorgestellt wird. Erstmals sind mit Hilfe eines Lageplans die Skulpturen mit den Titeln versehen.

Schultz versteht seine Werke als Einladung an den Betrachter, „sich selbst zu spüren und wahrzunehmen“. Laut Schultz beeinflussen die Lebenssituation und die Lebenserfahrungen des Einzelnen seine Wahrnehmung. Auf Beschreibungen der Skulpturen sei daher auch in dem Flyer bewusst verzichtet worden, so der Künstler.