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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

STEDINGSEHRE: Arbeitskreis läutet nächste Runde ein

09.07.2008

BOOKHOLZBERG Die Idee einer Dokumentationsstätte auf dem Gebiet des Ex-Spieldorfes „Stedingsehre“ in Bookholzberg nimmt konkrete Formen an. In zwei bis drei Jahren, so hofft der gleichnamige Arbeitskreis, soll ein Informationszentrum über das geschichtsträchtige Areal einige Tausend Besucher pro Jahr nach Bookholzberg locken.

Die Freilichtbühne war während des NS-Regimes auf Veranlassung des Gauleiters Carl Röver entstanden. In der Folge fanden dort Massenkundgebungen der Nazis statt, zudem sollte auf dem Boden des heutigen Berufsförderungswerkes ein NSDAP-Schulungszentrum errichtet werden.

Diese dunkle Vergangenheit anschaulich und für jeden zugänglich aufzuarbeiten, das hat sich der Arbeitskreis „Stedingsehre“ um die beiden Leiter Prof. Gerhard Kaldewei und Prof. Lutz Walk auf die Fahnen geschrieben. Nun steht ein erstes Konzept: „Die Dokumentationsstätte wird kommen, ich habe da kaum Zweifel“, sagt Lutz Walk, der in einem Konzeptionsplan drei Stufen bis zur Realisierung des Ziels definiert hat. An erster Stelle steht eine Konzeptentwicklung, an der der Arbeitskreis aktuell arbeitet. Danach folgt die Frage nach der Trägerschaft der Einrichtung. „Hier sind mehrere Modelle vorstellbar“, sagt Walk. „Zum einen kommt die Oldenburgische Landschaft in Betracht, die sich für Geschichtliches engagiert.“ Denkbar sei allerdings auch, eines der Oldenburgischen Museen als großen Träger ins Boot zu holen, der die Bookholzberger Dokumentationsstätte als Zweigstelle betreiben könnte. „Wir haben auch über einen eigenen Verein nachgedacht, sind aber zu dem Entschluss gekommen, dass

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dies wohl eine Überforderung wäre. Mit den möglichen Trägern stehen wir nun aber in einem ständigen Kontakt“, so Lutz Walk, der die Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk als Eigentümer des Geländes als einen „vertrauensvollen Dialog“ bezeichnet.

Als möglichen Standort der Dokumentation hat der Arbeitskreis eines der Fachwerkhäuser des früheren Spieldorfes im Auge. „Wir wollen die Idylle der Anlage erhalten und nicht leugnen, aber die Menschen schon darauf aufmerksam machen, dass hier eine Ideologie geschaffen wurde“, erklärt Lutz Walk. Auch für die Gemeinde Ganderkesee sieht er in der Schaffung eines Dokumentationszentrums eine Chance. Deswegen hat der Arbeitskreis einige Gästeführer aufgenommen, die die frühere Freilichtbühne bereits in naher Zukunft verstärkt mit ihren Gruppen ansteuern werden.

Angst davor, dass mit der Öffnung der Anlage für die breite Öffentlichkeit eine neue Pilgerstätte für Nazis entstehen könnte, hat Walk nicht: „Das ist eher unwahrscheinlich, zumal das Gelände gut kontrollierbar ist. Sicher gibt es andere NS-Kultstätten, die für solche Aktivitäten interessanter wären.“

Die Dokumentationsstätte in Bookholzberg soll rein ehrenamtlich geführt werden, unter anderem von Ganderkeseer Gästeführern. Denkbar seien dann geführte Gruppenbesuche oder ein wöchentlicher Öffnungstag. Auch ein Café in den Räumen des Berufsförderungswerkes ist für die Besucher angedacht.

die Info-Mappe

Unter dem Titel „Texte, Dokumente,Zeitzeugnisse“ gab der Arbeitskreis „Stedingsehre“ am 21. Februar diesen Jahres eine Informationsmappe vom Bau der Freilichtbühne während der NS-Herrschaft über die Nutzung bis hin zu einer Chronologie zu diesem Ort heraus.Seit der Gründungdes Arbeitskreises im Herbst 2005 haben sich regelmäßig rund 20 Personen getroffen, die die Dokumentation über den Ort „Stedingsehre“ erstellten.

Der Arbeitskreis umfasst folgende Mitglieder: Prof. Gerhard Kaldewei, Prof. Lutz Walk, Annette Bauer, Anke Bakenhus, Maren Budzinski, Lisa Dirks, Heino Gramberg, Anne-Grete Grummer, Walter Hische, Rudolf Klimek, Klaus Logemann, Inge Meyer, Wolfgang Meyer, Detlef Murche, Christel-Dieter Oetjen, Bernhard Pape, Erika Rowehl, Ernst Schröder und Gabriele Sternberg.

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