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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Auch nach fünf Jahren Bauchkribbeln beim Ausmarsch

15.06.2012

WILDESHAUSEN Fünf Jahre ist es nun her, da habe ich das erste Mal eine Übungsstunde besucht. Felix Tangemann hat mich begleitet. Jedes Jahr, sieben Wochen vor Pfingsten, trainiert das Kindertambourkorps der Schützengilde unter Anleitung von Wolfgang Niester das Trommeln und Marschieren. Der Zeitplan bleibt jedes Jahr zwar gleich. Doch rückblickend auf die fünf Jahre kann ich nur sagen: Jede Pfingstwoche ist besonders und einzigartig.

Beim Gildefest startet unsere Dienstwoche immer am Pfingstdienstag um 13 Uhr am Rathaus. Am Haupttag des Schützenfestes ist es die Aufgabe der Kindertamboure, die Kompanien mit den Schildern zu begleiten. Wir marschieren zu den einzelnen Kompanien. Ich durfte seit dem vergangenen Jahr als Tambourmajor bei der Königskompanie mitgehen. Von der Herrlichkeit geht es mit dem Regiment in den Krandel. Ist der König der Gilde ausgeschossen, treffen sich alle Schilderträger an den Garagen beim Gildehaus. Von dort aus marschieren wir wieder zurück in die Stadt. Anschließend geht es wieder zu den Kompanien. Ein Highlight in diesem Jahr: Als Begleiter der Königskompanie durfte ich bei allem nah dabei sein, als die neue Majestät Erik Beyer gewann und in sein Amt eingeführt wurde. Das war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

Start um 8.30 Uhr

Der nächste Einsatz der Kindertamboure folgt drei Tage später, am Freitag vor dem Kinderschützenfest. Um 15 Uhr ist Antreten beim Kinderkönig zum „Ketteputzen“. Hier putzen wir aber nicht die Plaketten der Königskette, sondern unsere Trommeln, beziehungsweise ich meinen Tambourstab.

Es folgt der Haupttag unseres Einsatzes: das Kinderschützenfest am Sonnabend nach Pfingsten. Der Tag beginnt um 8.30 Uhr an der alten Vogelstange mit dem einstündigen Wecken durch die Stadt. Danach geht es zu einem Frühstück beim noch amtierenden Kinderkönig. Anschließend, so gegen 11 Uhr, sind wir dann beim Hauptgefechtsstand der Wachetamboure, mit denen wir eine wirklich tolle Zeit verbringen. Es ist immer spaßig und die Zeit geht schnell vorbei. Wir erfahren viel über alte Zeiten und merken, wie geschlossen die Gemeinschaft ist. Um 12 Uhr treten wir am Rathaus an, marschieren zum Kinderkönig, der uns erneut bewirtet, und bringen ihn wieder in die Stadt. Nach einer kurzen Wartezeit wird dann, wie am Dienstag, in den Krandel marschiert. Auf dem Weg wechseln wir uns mit dem Fanfarenzug ab und spielen den „Langen Marsch“.

Es ist jedes Jahr etwas Besonderes, wenn man die Straße entlanggeht und die vielen Menschen sieht, die sich über den Ausmarsch freuen. Das verursacht bei mir auch nach fünf Jahren noch eine Anspannung, fast ein Bauchkribbeln. Im Krandel folgte der absolute Höhepunkt meiner Zeit als Tambour. Vor dem gesamten Regiment wurden Felix Tangemann und mir ein Orden für fünfjährige Treue zum Tambourkorps verliehen.

Dank an Niester

Den Eindruck, vor so vielen Menschen zu stehen, war beeindruckend. Ich werde ihn nie vergessen. Eine Person ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall zu nennen: Wolfgang Niester. Ihm verdanke ich eine tolle Zeit als Tambour. Er hilft uns immer, und er weiß so ziemlich alles über die Gilde und den Ausmarsch. Dafür danke ich ihm, auch im Namen aller Kindertrommler, von Herzen.

Mit dem Einmarsch in die Stadt geht meine Zeit als Tambour zu Ende. Ich habe viel erlebt und werde diese Zeit nie bereuen und vergessen. Fünf Jahre als Kindertambour der Schützengilde – das war eine fantastische Zeit!

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