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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

NEUJAHRSSINGEN: Auch Neubürger miteinbezogen

03.01.2007

COLNRADE Mit viel Musik und Gesang ging es am Neujahrstag durch das Dorf Colnrade. Dieses wurde erneut in drei Gruppen eingeteilt.

Von Tim Boelmann COLNRADE - Neujahr blieb den Colnradern wenig Zeit einen möglichen Kater vom Silvesterfeiern auszukurieren, denn das traditionelle „Neujahrssingen“ stand auf dem Programm. Colnrade wird zum diesem Zweck in drei Gruppen eingeteilt: Oberdorf, Unterdorf und das Neubaugebiet. Diese Gruppen ziehen ab dem Nachmittag von Haus zu Haus und wünschen den Anwohnern ein frohes neues Jahr und vertreiben dabei gleichzeitig die bösen Geister mit Gesang und skurrilen Musikinstrumenten. Als kleines Dankeschön gibt es in jedem Haus einen kleinen Umtrunk.

Die Gruppe Oberdorf traf sich zum Beispiel zum gemütlichen Knippessen bei Axel Degen. Selbst von einigen Regenschauern ließ sich der „Knipp-Ausrichter“ Norbert Leiß nicht aus der Ruhe bringen und versorgte die Sänger mit der beliebten Grützwurst und Schwarzbrot. Mit dieser fettigen Grundlage und einem Bierchen zur Ölung der Stimmen waren die „Oberdorfer“ gut auf den Tag vorbereitet.

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Nach dieser Stärkung machte sich der Tross von 15 Sängern auf den Weg zur Stammkneipe „Schliehe-Diecks“, um noch weitere Sänger aufzulesen. Doch auf dem Weg dorthin wurde noch die erst kürzlich zugezogene Familie Heinzl abgeholt. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern waren sichtlich vom bunten Treiben überrascht, als die 15 Sänger ihre Küche betraten und zur Melodie der englischen Nationalhymne den Text „Heil, Heil zum neuen Jahr“ zum Besten gaben. In guter Tradition wurde den Sängern ein Schnaps eingeschenkt. „Ich finde diesen Brauch einfach super“, lächelte Familienvater Heinzl.

Angeführt vom Teufelsgeigenspieler Hilmer Bahrs und musikalisch begleitet von Rainer Höfken am Akkordeon und Heiko Marchewa auf dem Waschbrett zog der Tross gestärkt mit fast schon brasilianischen Klängen weiter durch die Straßen. Nach jedem „Hausbesuch“ schlossen sich immer mehr den „Neujahrssängern“ an. Eine Tradition musste zumindest dieses Jahr ausfallen. Der ehemalige Colnrader Albert Röber aus Brandenburg in der Ueckermark konnte ausnahmsweise nicht am bunten Treiben teilnehmen. „Er wird aber im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein“, ist sich das Oberdorf sicher.

Spät am Abend trafen sich dann die Gruppen Oberdorf, Unterdorf und Neubaugebiet im Dorfgemeinschaftshaus, um das verrückte Treiben gemütlich ausklingen zu lassen. Und bei einem sind sich alle einig: Das Neujahrssingen ist viel wichtiger als Silvester.

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