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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Auf den Spuren Wigald Bonings

09.08.2012

WILDESHAUSEN Egal ob historische Stadtführungen oder Nachtwächterrundgänge: Die Gästeführer des Wildeshauser Verkehrsvereins steuern mit ihren Gästen immer Orte an, „die eine Geschichte erzählen“, so Karola Müller. Sie hat sich jetzt eine ganz besondere Tour durch die Kreisstadt ausgedacht. Eine, die von bekannten Söhnen und Töchtern Wildeshausens erzählt.

„Es gibt immer wieder Namen, die bei Führungen nachgefragt werden“, sagt die Gästeführerin. Irgendwann sei ihr dann die Idee gekommen, Plätze zu suchen, die mit bekannten Persönlichkeiten in Verbindung stehen und aus deren Leben erzählen. Dafür hat sie sich gut vorbereitet, denn nicht nur Geschichten hat sie parat, auch kleine Bilder der Prominenten will sie zeigen. Schließlich seien einige nicht mehr allzu präsent bei vielen Menschen.

Beginnen will Müller am Stadthaus. Hier thematisiert sie Sachsen-Herzog Widukind. Der sei zwar als einzige ihrer Persönlichkeiten nicht in Wildeshausen geboren, habe aber bekanntermaßen eine sehr starke Verbindung zur Stadt gehabt. „Hier hat er sich vor Karl dem Großen versteckt“, verrät sie.

Weiter geht ihre Tour zum Burgberg, wo sie die Geschichte der Vorfahren der Grafen von Oldenburg beleuchtet, und von dort aus zum „Jott Zett“. Hier geht es um Ida Nieberding. Schließlich sei die Nieberding-Stiftung, die die gebürtige Wildeshauserin 1927 gründete, Trägerin des Jugendzentrums.

Dann führt Müller ihre Gäste zum kleinen Wall. Dieser Ort erzählt von Johannes Teutonicus, auch bekannt als Johannes von Wildeshausen, der 1180 in der Wittekindstadt geboren wurde und Ordensmeister der Dominikaner war.

Nach dieser Station nähert sich Müllers Rundgang wieder der Neuzeit an. Dr. Fritz Strahlmanns Leben wird in der Westerstraße beleuchtet. Der Autor diverser Bücher über die Kreisstadt, geboren 1887, sei laut Karola Müller „mit Leib und Seele Wildeshauser gewesen“.

Nach weiteren Persönlichkeiten wie Jan Huntemann und Johann-Ludwig Schmitt, geht es in die Düsternstraße. Hier hat Karola Müller kein Bild parat. „Den Wigald kennt doch jeder“, begründet die Gästeführerin. Wigald Boning ist der einzige lebende Sohn der Stadt, den Müller auf ihrem Rundgang durch Wildeshausen vorstellt.

Weitere Stationen beleuchten das Leben von Organist und Komponist Adam Reinken und von Sängerin Renate Kern, die vielen älteren Personen noch bekannt ist. „Mein Mann erinnert sich noch gut an ihre Auftritte auf dem Gildefest“, sagt Karola Müller.

Enden soll der Rundgang am Marktplatz. Am Waltbert-Denkmal widmet sie ihren letzten Vortrag dem Widukind-Enkel, der Wildeshausen im Frühmittelalter entscheidend prägte.

Eigentlich sollte der neue Rundgang bereits im Sommer starten, jedoch fanden sich bei allzu schwülem Wetter nur wenige Anmeldungen. „Ich bin da ganz optimistisch. Im Herbst werden wir es auf einem Sonntag noch einmal versuchen“, verspricht Müller.

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