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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schauspiel: Aus Elmeloh nach „Hollywood“

08.03.2014

Elmeloh /Delmenhorst „Es ist für mich eine zweite Familie geworden“, sagt Heiko Petershagen, wenn er vom Ensemble am Niederdeutschen Theater Delmenhorst (NTD) spricht. Seit 25 Jahren begeistert der 49-jährige Landwirt aus Elmeloh dort die Freunde des plattdeutschen Theaters. Angefangen hat alles am 14. Januar 1989 mit der Komödie „Verdreihte Verwandtschaft“. An diesem Sonnabend, 8. März, steht er pünktlich um 20 Uhr bei der Premiere von „Keerls döör un döör“ auf der Bühne im Kleinen Haus.

Geplant war diese Karriere keinesfalls: Petershagen führte mit der Ganderkeseer Landjugend einige Jahre Sketche und Einakter auf. Beim Landjugend-Jubiläum wurde Regisseur Dirk Wieting auf den talentierten Elmeloher aufmerksam. Der meinte, der junge Landwirt würde gut ins NTD-Ensemble passen. Petershagen zögerte, ließ sich aber überreden. „Das war, als wenn man nach Hollywood kommt“, beschreibt er den Sprung über die Welse. Und: „Als sich der Vorhang öffnete, dachte ich, das ist eine Nummer zu groß für mich.“ Doch Wieting ließ nicht locker. Die erste Rolle nahm Petershagen mit klopfendem Herzen an.

Auf „Verdreihte Verwandtschaft“ (1989) folgte unter anderem der Schwank „Mien Fro het’n Brögam“ (1993) oder „Pension Schöller“ (2000). „Aufrund seines Typs spielte er immer wieder einen sportlichen jungen Mann oder den sympathischen Liebhaber“, erzählt Wieting, der gemeinsam mit Petra Witte bei „Keerls döör un döör“ Regie führt. Aber auch im ernsten Schauspiel „Bottervagels sünd free“ wusste Petershagen zu überzeugen.

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Zu seinen Lieblingsrollen zählt er „Charleys Tante“, an der Seite von Erika Ritterhoff. Probleme, in Frauenkleider zu schlüpfen, hat er nicht: „Es ist doch schön, wenn man einmal jemand anders sein darf!“ Knapp 20 Rollen kamen in 25 Jahren zusammen; für die jüngste hat sich der Mime die Haare schwarz gefärbt.

Absagen musste Petershagen keinen Auftritt in all den Jahren. Besonders gut ist ihm der Tag in Erinnerung, als vormittags sein Sohn Helge geboren wurde und er abends in dem Stück „De Aantenkrieg“ auf der Bühne stand. Auch ein weiteres Mal wurde es eng: In der Faschingszeit stand Petershagen erst auf der NTD-Bühne und anschließend mit der Grünen Garde beim Büttenabend in der Festhalle am Steinacker parat. „Da war jede Minute kostbar.“ Auch im Sommer und im Winter ist aufgrund der langen Arbeitstage die Zeit für den Bauern knapp. Da lernt er seine Rollen mit Hilfe des MP3-Players während der Arbeitszeit.

Zum Bühnenjubiläum gibt es eine Premiere: Erstmals schart Heiko Petershagen seine ganze Familie um sich. Sohn Helge (16), ein guter Tänzer, steht ebenso neben seinem Vater auf der Bühne, wie Tochter Jule (13), der extra eine Rolle ins Stück geschrieben wurde. Ehefrau Christine Petershagen, die 15 Jahre lang die Grüne Garde im Fasching geleitet hat, zeichnet für die Choreographie der Inszenierung verantwortlich. Das sei das „i-Tüpfelchen“, lobt der Familienmensch die seltene Konstellation. Nach der Premiere, für die es übrigens noch wenige Karten an der Abendkasse gibt, will Petershagen das Ensemble einladen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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