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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ausflug in kühle Gemäuer der Geschichte

12.09.2016

Wildeshausen „Mensch, was könnte das heißen?“, rätselte Matthias Kröger am Sonntag beim Betrachten der alten Grabplatten in der Wildeshauser Alexanderkirche. Neben deutschen Wörtern wie „Leichentext“ stellten bruchstückhaft zu erkennende lateinische Passagen à la „tempore et esse logo“ die Sprachkenntnisse des 13-jährigen Gymnasiasten auf die Probe. „Da kannste mal zeigen, was du gelernt hast“, flachste Bruder Carlos, während seine Mutter Petra Furmanek das Entdecken sonst verschlossener Kirchenräume wie der Sakristei genoss. „Wir waren schon beim Pfarrfest rund um die St.-Peter-Kirche, die ja ebenfalls präsentiert wird, und machen jetzt hier weiter“, erläuterte die Wildeshauserin.

Eintauchen in Historie

Eintauchen in die kühlen Gemäuer der Geschichte war am spätsommerlich warmen Sonntag eine gute Möglichkeit, ein Pendant zum Trubel rund um die Kommunalwahl zu setzen. Weniger Besucher als im Vorjahr, wo der Tag des Denkmals in das Festival „Genuss am Fluss“ eingebettet war, aber dafür sehr interessierte Gäste verbuchten die Gästeführerinnen des Verkehrsvereins sowie die Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Das bestätigte Eva-Maria Ameskamp vom Bürger- und Geschichtsverein, der nach einigen Jahren Unterbrechung erstmals wieder beim Tag des offenen Denkmals dabei war – und den Finger in die Wunde legte: Im Café im Remter präsentierte der Verein Fotos und Infos zur einstmals prächtigen Villa Knagge, die derzeit für viel Diskussionsstoff sorgt, weil sie dringend saniert werden muss.

Im Fachwerkhaus stellte derweil Sigrun Münch aus Huntlosen ihre Bilder aus. „Angesprochen hat mich Bibelgärtner Klaus Stölting, der meinte, dass meine Arbeiten hier gut hinpassen würden“, berichtete die Künstlerin.

Mit einem neuen Experten im Team glänzte der Brennereiverein: Stephan Ahlbrand, einer der wenigen gelernten Brenner alter Schule, ließ es sich nicht nehmen, die Besucher in die hochprozentige Geschichte der Dampfkornbranntweinbrennerei zu entführen. Ahlbrand, der inzwischen in der chemischen Branche arbeitet, nahm die Besucher mit in den kühlen Keller des historischen Gebäudes. Hier lagern noch die alten Fässer aus Eichenholz, auf denen der Schriftzug „Weizenkorn Burgbrand Wilhelm Kolloge“ prangt.

„Man sieht, wie wertvoll Alkohol immer schon war“, kommentierte Ahlbrand das vom Zoll verplombte Verschlusslager. Besucherin Helga Müller aus Bremen staunte nicht schlecht, als sie erfuhr, dass 85 Prozent des Preises für einen Liter Alkohol auf die Steuer entfallen. Spannend fand sie den Blick in die Mälzerei, wo die Gerste durch Befeuchten und Wenden zum Keimen gebracht wurde.

Bier und Bratwurst

Über mangelnden Zuspruch konnte sich auch Thomas Bannas von der gleichnamigen Brauerei in Lohmühle nicht beschweren. Sein Mix aus Infos über das von ihm sanierte Gebäude und die Bierbrauerei sowie Musik des Wildeshausers Ludger Jüchter samt Compagnon ging auf. Stärken konnten sich die Besucher, von denen viele schon vormittags mit dem Fahrrad kamen, derweil mit einem kühlen „Bannas“ sowie cholesterinarmer Büffelbratwurst vom Hof Joachimmeyer aus Kleinenkneten.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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