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BILDUNG: Bausteine gegen den Rechtsextremismus

18.02.2009

WILDESHAUSEN Rechtsradikale Aktionen habe man an den BBS in den vergangenen Jahren nicht beobachtet, aber „rechtes Gedankengut“ im Sinne von Ausländerfeindlichkeit oder Intoleranz gegenüber fremden Verhaltensweisen und Minderheiten trete leider immer wieder zutage. „Wie in der Gesellschaft auch“, sagt Rudolf Boning, Teamleiter Politik an den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Schule dazu entschlossen, so genannte Unterrichtsbausteine zum Thema „BBS-Aufklärung über die rechte Szene“ zu organisieren.

Seit Montag und noch bis zum 21. Februar wird an der Feldstraße eine Ausstellung über „Rechte Jugendkulturen“ gezeigt. Sie ist am Sonnabend, 21. Februar, von 10 bis 17 Uhr auch für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. Begleitend dazu informieren Rechtsexperten der Polizei in doppelstündigen Klassengesprächen über „Straftaten und rechte Szene in unserer Region“. Als dritter Baustein wird vom 16. bis 20. März im Lindenhof-Kino in zwei Vorstellungen pro Vormittag der Film „Die Welle“ gezeigt, der sich mit der Thematik Rechtsradikalismus auseinander setzt.

„In einer Zeit des offenen Europa und einer globalisierten Welt müssen Eltern, Schulen und Erzieher Kindern und Schülern immer wieder Impulse geben, vom nationalen Denken wegzukommen und sich mit fremden Ländern, Kulturen und Werten auseinander zu setzen und zu messen“, sagt Boning, der zusammen mit seinen Fachkolleginnen und Kollegen das Projekt organisiert hat.

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Und das kommt offensichtlich gut an, wie die große Resonanz beweist: Für die Ausstellung haben sich 600 Schülerinnen und Schüler angemeldet, für die Gespräche mit der Polizei 300 und für die Filmvorführungen 500.

Auch die Schülervertretung (SV) bringt sich ein. Wie Sarah Schwarz und Claudia Fraczek berichten, werden mit großem Erfolg Buttons verkauft mit dem Motto „Rote Karte gegen Rechts“. Außerdem stellt die SV in den Pausen eine schwarz-weiße Meinungswand auf mit einem Männchen, das ein Hakenkreuz in die Mülltonne wirft. Darauf haben bereits zahlreiche Mitschüler per farbigem Fingerabdruck ihre Zustimmung bekundet.

Begrüßt wird das Baustein-Projekt auch von BBS-Leiter Gerhard Albers: „Es ist wichtig, dass die Schüler immer wieder über historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge nachdenken und diese hinterfragen.“

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