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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

LESUNG: Bei Fröhlke bleibt kein Auge trocken

27.05.2008

WILDESHAUSEN So manche Lachträne mussten sich die gut 20 Zuhörer am Sonnabend in der Wildeshauser Buchhandlung Bökers am Markt aus den Augen wischen. Inhaber Jens Fröhlke hatte zum Leseabend mit Weinprobe geladen und damit ins Schwarze getroffen. Zwischen den Buchregalen fand sich kein freier Platz mehr.

Fröhlke hatte als Lesetexte satirisches von Heinz Erhard, Robert Gernhard, David Se-daris, Horst Evers oder Axel Macke ausgewählt. Anne und Thomas Rosik vom kleinen Weinladen aus Harpstedt ließen die Gäste zwischen den einzelnen Stücken insgesamt acht erlesene Weine verkosten. Vom Weißburgunder über Grauburgunder und französischen Rosé bis hin zu gehaltvollen Rotweinen war für jeden Geschmack etwas dabei.

Fröhlke stellte bei der Lesung abermals seine außergewöhnlichen Erzählerqualitäten unter Beweis. Er spielte mit Stimme und Mimik, gestikulierte je nach Stimmung und sorgte schon mit dem ersten Heinz-Erhard-Gedicht für zahlreiche Lacher. Und Fröhlke bewies ein Gespür für Geschichten, die die Zuhörer begeisterten.

So zitierte er aus Wladimir Kaminers „Kindergeburtstag“ die Leidensgeschichte einer Schildkröte, die vom niedlichen Haustier zum Hightechmonster mutiert. Für allgemeine Heiterkeit sorgte auch „Der Theatervirus“ aus der Feder von David Sedaris.

Fröhlke gab im ersten Teil vorwiegend kürzere Geschichten zum Besten, ein Tribut an seine Vorliebe für Rotweine, die erst nach der Pause serviert wurden.

Der zweite Teil war gewürzt mit Geschichten, die dem Publikum kaum Gelegenheit zum Luftholen ließen. Eindrucksvoll trug Fröhlke den „Wortstoffhof“ von Axel Hacke vor. Ein Stück, das sich mit der Bedeutung der Buchstaben Ä und M auseinandersetzt und der Frage nachgeht, ob diese Buchstaben nicht als Worte anerkannt werden müssen. Bei Edmund Stoiber, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident, gehörten sie schließlich zum alltäglichen Wortschatz.

Und spätestens bei Frank Goosens „Weihnachtsgeschichte“ war es mit der Fassung einiger Zuhörer und Zuhörerinnen vollends vorbei. Taschentücher wurden gezückt, um der Lachtränen Herr zu werden.

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