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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Dorf mit viel Gemeinschaftsgeist

17.08.2017

Benthullen Wo fängt man an, wenn man Gäste durch seinen Orten führen will? Am besten in der Mitte – und die liegt in Benthullen bei der Kirche. Genau dorthin brachte ein Bus die Bewertungskommission des diesjährigen Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Hier stiegen am Mittwochmittag die neun Mitglieder der Bewertungskommission mit Kreis-Baudezernentin Eva-Maria Langfermann an der Spitze aus. Zuvor hatte die Gruppe bereits Sandhatten und Littel bereist. Empfangen wurden die Gäste von einer kleinen Delegation, die die verschiedenen Gruppen und Vereine im Ort Benthullen repräsentieren, sowie von Bauamtsleiter Frank Speckmann. Zum „Fremdenführer“ auserkoren worden war Gerold Siemer, der das Siegerdorf aus dem Gemeindewettbewerb in der Kategorie „Neuere Ortschaften“ von seinen interessanten Seiten zeigte.

Der erste Gang führte in den idyllischen Kirchgarten, den die Landjugend Benthullen-Harbern vor zwei Jahren in einer 72-Stunden-Aktion aus dem Boden „gezaubert“ hatte. Landjugend-Vorsitzender Sven Bliefernich berichtete von der Gemeinschaftsaktion, bei der mit „vielen vereinten Kräften“ ein tolles Kleinod geschaffen wurde.

Auch die Kirche selbst, genauer gesagt ihre Entstehungsgeschichte, zeugt von großem Gemeinschaftsgeist: Die Bauern, die das Moordorf seit den 1930er Jahren besiedelten, gaben von jedem Liter verkaufter Milch einen Pfennig ab, um ein Gotteshaus bauen zu können. 1955 wurde die Kirche eingeweiht. „Dieser Virus, füreinander da zu sein, wurde den Bewohnern schon früh eingeimpft und hat sich bis heute vererbt“, beschrieb Gerold Siemer diesen einmalige Gemeinschaftssinn des 555-Seelen-Dorfes.

Vom Krabbelkind bis zum Senior seien fast alle Bewohner ins Dorfleben eingebunden. Nicht nur die 280 Mitglieder der Landjugend, auch der Sportverein BSV mit 250 Mitgliedern, der Bürgerverein und die Seniorengruppe hätten einen regen Zulauf, versicherte Siemer. Viele Aktivitäten erfolgten zudem zusammen mit den Bewohnern des Nachbardorfes Harbern.

Dass Benthullen auch eine Zukunft hat, wurde der Kommission auf dem Kartoffelhof von Gerold Mester deutlich, der als Selbstvermarkter Kartoffeln an Supermärkte in der Region liefert. „Hier steht die nächste Generation schon bereit“, sagte Siemer. Und was man aus einem alten Gehöft mit viel Enthusiasmus machen kann, sah die Kommission auf dem Tierschutzhof am Rathjenweg. Die letzten Stationen waren der Sportplatz und das Moormuseum. Der Bereisungsplan dieses Tages endete in Achternmeer.

Wie sie beim Wettbewerb abschneiden, erfahren die zehn teilnehmenden Dörfer am 25. August. An diesem Donnerstag ist die Bewertungskommission in Klattenhof (ab 8.25 Uhr), Dingstede (ab 10.15 Uhr), Altmoorhausen (ab 13.25 Uhr) und in Lintel (ab 15.15 Uhr) unterwegs.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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