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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kulturgeschichte: Zurückversetzt in die 50er Jahre

21.06.2018

Benthullen Wie sah ein Kaufmannsladen in der Nachkriegszeit aus, welche Werkzeuge benutzten Torfstecher und wie war zu Großmutters Zeiten eine „gute Stube“ eingerichtet? Wer in die ländliche Kulturgeschichte eintauchen will, für den ist das Moor- und Bauernmuseum in Benthullen genau die richtige Adresse. Vor 20 Jahren wurde das Museum gegründet – ein willkommener Anlass, diesen Geburtstag am kommenden Samstag öffentlich zu feiern (siehe Kasten).

Der Hof Berg, der im Jahr 1956 vom Landwirt Egon Berg und seiner Frau Gerda errichtet worden war, wurde bis 1991 von Arwit und Anni Berg geführt, dann aber aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Arwit Berg behielt aber alle Maschinen und Wagen, sie wurden eingefettet und zum Glänzen gebracht. Der ehemalige Heuboden, die Stallungen und Nebengebäude wurden umgebaut und so in eine Ausstellungsfläche umgewandelt.

Musiker aus Röbel spielen

Gefeiert wird am kommenden Samstag, 23. Juni, von 11 bis 18 Uhr auf dem Museumsgelände, Zu den Birken 15, in Benthullen. Das musikalische Rahmenprogramm gestalten die Blaskapelle Röbel-Müritz aus Wardenburgs Partnergemeinde und der Shanty-Chor Benthullen-Harbern. Tanzeinlagen zeigen die „Moorclogger“ von der Volkstanzgruppe Benthullen-Harbern.

Fürs leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Es gibt Kaffee und selbst gebackene Kuchen und Torten sowie Gegrilltes.

Das Museum selbst ist durchgängig geöffnet.

Einige Räume vermietete Berg an seinen Schwager Heinz-Günther Hartig, der einen Teil seiner privaten Sammlung von Schallplatten, Rundfunkgeräten und Möbeln aus den 50er Jahren dorthin auslagerte. „Meine stetig wachsende Sammlung war in unserem Einfamilienhaus in Oldenburg an ihre räumlichen Grenzen gestoßen“, erinnert sich Hartig.

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Drei Sammlungen vereint

Anlässlich des 50. Jahrestages der Ortschaft Benthullen im Jahre 1984 hatte der Bürger- und Heimatverein viele geschichtsträchtige Maschinen und Geräte von Höfen in Benthullen und Harbern zusammengetragen. Nach Abschluss der Feierlichkeiten wurden die Exponate in einer angemieteten Remise untergebracht. „So gab’s einige Jahre drei Sammlungen im Ort Benthullen, die ohne Kenntnis und Beachtung von Außenstehenden, quasi eingemottet, nebeneinander existierten“, erzählt Hartig.

Im März 1997 fand die erste Versammlung einer „Museumsinitiative“ unterm Dach des Bürger- und Heimatvereins statt. Man wollte ein „junges“ Museum aufbauen, das die Erinnerungen an die Zeit der Besiedelung auf dem Moor in den 50er Jahren wach halten sollte. In der Folge wurden erste Umbauten vorgenommen.

Im September 1997 gab es bei einem Aktionstag auf dem Hof Berg die Möglichkeit, einen Einblick in die Aufbauphase zu bekommen, verbunden mit einer Spendensammlung, um das Projekt realisieren zu können. Am 28. Juni 1998 wurde dann das Moor- und Bauernmuseum mit einem großen Fest eröffnet.

In den Folgejahren kamen viele tausend Besucher vorbei – so unter anderem beim jährlichen „Pfingstspaß im Moor“ am Pfingstsonntag oder am ersten Oktobersonntag beim „Oldtimer Kaffeeklatsch“. Die Ausstellung wurde ständig erweitert – viele Maschinen und Geräte wurden gespendet. So bekam das Museum unter anderem eine Stellmacherwerkstatt, eine Schmiede, eine Backstube, eine Schusterei und eine Zahnarztpraxis.

Uralte Mooreiche

Ein historischer Lanz-Bulldog wurde dem Museum übereignet – ebenso eine über 5000 Jahre alte Mooreiche und eine Feldbahn. Zuletzt wurde ein Klassenzimmer integriert. „Eine kleine Kneipe aus dem Jahr 1956 wird wahrscheinlich im Winter eingebaut“, so die Ankündigung.

Das Museum wird von einem Museumsrat innerhalb des Heimat- und Bürgervereins selbstständig geführt. Vorsitzender war zunächst Gerhard Geisler, später Werner Würdemann und seit 2013 Jürgen Bureck.

Zusammen mit einer kleinen Gruppe ehrenamtlicher Helfer wird das Museum ständig weiterentwickelt. So wird derzeit ein Wintergarten angebaut, so dass es nicht nur einen Versammlungsraum für die Gäste des Museums gibt, sondern auch für die Einwohner von Benthullen-Harbern – denn ein solches räumliches Angebot gibt hier schon seit Jahren nicht mehr.

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