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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Berührt von Klängen der Dudelsackmusik

21.01.2015

Falkenburg Bereits seit der sechsten Klasse spielt Alina Beckmann ein Instrument: „Ich bin in der Musikklasse, das bedeutet, dass ich je Woche eine Doppelstunde Musikpraxis zusätzlich habe“, sagt die 14-jährige Gymnasiastin. Damals entschied sie sich für Posaune. Jedoch: „Die Musik hat mich nicht berührt.“

Zu Hause habe sie öfters keltische Musik gehört. Als sich dann im Mai 2012 die Möglichkeit ergab, das Instrument zu wechseln, testete sie Harfe und den Dudelsack. „Ein Konzert der ,Red Hot Chilli Pipers’ in Bad Zwischenahn hat mich schließlich überzeugt“, erinnert sich die Falkenburgerin.

Wöchentlich Unterricht

Einmal pro Woche nimmt sie seitdem in einer Musikschule in Metjendorf Unterricht im Dudelsackspielen. „Zunächst musste ich mich von Bass- auf Violinschlüssel umstellen und habe die Griffe gelernt“, erinnert sich Alina Beckmann an die Anfänge mit dem neuen Instrument. Anschließend übte sie die Verzierung (Zwischennoten), sogenannte „Gracenotes“. „Das Schwierige dabei ist, dass man schnell mit den Fingern arbeiten muss“, erklärt die Neuntklässlerin, die zurzeit ein Praktikum in der Ganderkeseer NWZ -Redaktion absolviert. Nachdem sie anfangs mit Inspiration zum Spielen schnelle Fortschritte machte, forderte der Unterricht bald viel Geduld und Disziplin: „Nach und nach habe ich schwierigere Verzierungen gelernt.“ Dies geschah jedoch nicht sofort auf einem Dudelsack: „Die ersten eineinhalb Jahre habe ich auf meinem ,Practice Chanter’, der Übungspfeife, gespielt.“ Ein komplettes Lehrbuch habe sie in dieser Zeit studiert.

Anfangs Muskelkater

Anschließend bekam sie ihr eigenes Instrument. Das war im Herbst 2013. „Jeder Dudelsack passt sich mit der Zeit an seinen Spieler an“, erklärt Alina Beckmann stolz. Erneut habe sie sich daraufhin umstellen müssen: „Ich benötige für den Dudelsack mehr Luft als für meinen Chanter.“ Außerdem verlangt das neue Instrument viel Koordination. „Ich muss gleichzeitig pusten, mit dem Arm seitlich auf den Sack drücken und spielen.“ Das erfolgt auf der „Rauschpfeife“, die vorne am Dudelsack hängt. Muskelkater im Arm sei damals keine Seltenheit gewesen, lacht die Schülerin.

Ein halbes Jahr später seien drei Bordunen (längliche Pfeifen) hinzugekommen. „Ihre Rohrblätter waren noch sensibler als die der Rauschpfeife. Außerdem brauchte ich noch mehr Luft“, erinnert sie sich an die neue Schwierigkeit.

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Herbert Bartmann probt sie seitdem viele Stücke: „Man sagt, man muss sieben Jahre lernen, sieben Jahre üben und sieben Jahre spielen bis man das Instrument beherrscht.“

Viele Punktierungen und schnellere Noten bestimmten die schottische Musik, sagt die 14-Jährige. Verschiedene Melodiearten wie „Reel“, „Strathspey“ oder „March“ würden unterschiedliche Rhythmen aufweisen: „Zum ,Reel’ kann man gut tanzen, der ,Strathspey’ ist extrem punktiert. Diese beiden Richtungen spielt man oft nacheinander, um die Musik abwechslungsreicher zu gestalten“, weiß sie.

Vor Freunden, Familie und auch schon auf einem Geburtstag hat Alina Beckmann bereits musiziert: „Anfangs hatte ich ein großes Geltungsbedürfnis – mittlerweile bin ich zufrieden damit, alleine zu spielen.“ Sie und ihr Dudelsack würden die Musik gemeinsam machen, sagt die Schülerin. „Er ist ein Teil von mir, wir gehen eine enge Verbindung, eine Art Beziehung ein.“ Die Klänge berühren sie: „Ich möchte mit Musik sprechen.“

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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