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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Besondere Erfahrung“

20.02.2006

Während Teile der islamischen Welt aufgrund der Mohammed-Karikaturen völlig durchdrehen, die Hamas einen Wahlsieg einräumen kann und der Ministerpräsident Ariel Sharon immer noch im Koma liegt, geht für mich das Leben in Jerusalem weiter seinen gewohnten Gang.

Mittlerweile bin ich schon ein halbes Jahr in Israel um hier in einem Hostel, von Akim (einer Organisation zur Rehabilitation geistig behinderter Menschen) in Jerusalem meinen Freiwilligendienst zu leisten. Letztes Jahr im August wurde ich von meiner Aussendeorganisation, dem Idje (Internationale Diakonischer Jugendeinsatz), in das Heilige Land ausgesandt und habe in den vergangenen Monaten schon so viel erlebt, dass man wahrscheinlich drei NWZ-Ausgaben brauchen würde, um alles zu erzählen. Aber da meine Arbeit den Hauptbestandteil meines einjährigen Lebens hier einnimmt, entführe ich Sie, liebe Leser und Leserinnen, nun in die kleine, große Welt von „Beit Leo“.

„Beit Leo“ ist der Name des Hostels, in dem ich fünf Tage pro Woche arbeite, und wird im Moment von 30 Menschen mit geistigen Einschränkungen bewohnt. Die Bewohner verteilen sich auf neun kleine Wohnungen, und mir wurden zwei davon zugeteilt, so dass ich insgesamt für fünf Bewohner (drei Männer und zwei Frauen) verantwortlich bin. Meine Arbeit beschränkt sich aufgrund der hohen Selbstständigkeit der behinderten Menschen auf kleine Hilfestellungen im Alltag. So muss ich darauf achten, dass „meine“ Behinderten sich duschen, dass sie ihre (Bett-)Wäsche machen und sich die Wohnung in einem ordentlichen Zustand befindet. Unter der Woche gibt es viele Angebote für Menschen mit geistig- und/oder körperlichen Behinderungen, zu denen ich einige unserer Bewohner dann begleite, wie zum Beispiel zum Basketball, ins Museum oder zum so genannten „Madon“ (Club). Außerdem bin ich oft in der Stadt unterwegs, um etwas einzukaufen oder unternehme Spaziergänge (wonach das Wetter hier

ja geradezu schreit) – wobei die versprochene Cola die Behinderten dann meist zum Mitkommen bewegt.

Einige besondere Ereignisse waren die Ausflüge ans Meer, ins Schwimmbad und zu Ikea (gibt es hier auch), der Besuch im Kino und natürlich die große Disco und die Akim-Chanukka-Party.

Die Arbeit bleibt somit immer abwechslungsreich und macht mir immer noch sehr viel Spaß, vor allem weil sich mein Hebräisch auch von Woche zu Woche verbessert und ich immer mehr verstehe und, was fast noch wichtiger ist, auch verstanden werde.

Ich bin sehr froh, diese Arbeit hier tun zu können und möchte diese besondere Erfahrung in diesem besonderen Land nicht missen wollen.

Freuen Sie sich das nächste Mal auf weitere kleine Einblicke, was das Volontärsleben in Israel so alles zu bieten hat.

Bis dahin ein herzliches „Schalom“ aus Jerusalem.

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