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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

INTERVIEW: „Bin ohne Drehbuch losgezogen“

23.10.2007

Zu sehen ist der Film an diesem Dienstag, 23. Oktober, um 20 Uhr im „Haus Müller“. Die Gebühr für das „Kulturkino“ der regioVHS beträgt 4,50 Euro.

Von Christian Bartsch

Frage: Herr Vieregge, Sie zeigen im Haus Müller ihren Film über Ganderkesee – wie und wann sind die Aufnahmen entstanden?

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Vieregge: Ich habe sie im Auftrag der Gemeinde in den Jahren 2002 bis 2003 – also über einen Zeitraum von zwei Jahren – gedreht. Allerdings gibt es auch ein paar Szenen im Film, die schon früher entstanden sind und eingebaut werden konnten. Letztlich habe ich aus weit über fünf Stunden Material eine Auswahl getroffen, die insgesamt 82 Minuten lang ist.

Frage: Das klingt nach einer Menge Arbeit...

Vieregge: ... das kann man sagen, aber es hat natürlich auch viel Spaß gemacht. Wie viele Stunden es waren – vom Filmen über den Schnitt und das Schreiben des Kommentars – habe ich nicht gezählt.

Frage: Sie sind ja mit ihrer Kamera ohne Drehbuch losgezogen, oder?

Vieregge: Ja, das stimmt. Dass der Film mit einer Grafik anfangen sollte, die die geografische Lage der Gemeinde zeigt, war mir sehr schnell klar. Was danach kommen sollte, wusste ich anfangs noch nicht so recht.

Frage: Und wie hat sich der Film dann letztlich zum Endprodukt entwickelt?

Vieregge: Beim Schneiden habe ich quasi nachträglich das Drehbuch entwickelt. Der Film beginnt im Winter mit dem Fasching und zeigt dann Szenen aus allen Jahreszeiten. Diese natürliche Reihenfolge hat sich angeboten, da ich nicht ständig zwischen Sommer- und Winterszenen springen wollte.

Frage: Hatten Sie Helfer?

Vieregge: Nicht beim Filmen oder Schneiden – aber sehr wohl in anderer Form. Die Gästeführerinnen haben mich sehr unterstützt. Zum Beispiel bin ich mit Lisa Dirks einen Tag durch den Gemeindesüden gefahren, weil ich mich dort als Nord-Ganderkeseer nicht so gut auskenne. Von ihr habe ich dann auch erfahren, was ein Schlatt ist und wo ich eines filmen kann.

Frage: Den Kommentar zu ihren Aufnahmen haben Sie in der Ich-Form gesprochen. Warum?

Vieregge: Weil sich die Zuschauer so schnell mit dem Sprecher identifizieren und besser folgen können. Das ist ein ganz einfacher handwerklicher Trick, wenn Sie so wollen.

Frage: Wo haben Sie das Filmen eigentlich gelernt?

Vieregge: Gelernt habe ich das über die Jahre, in denen ich mich schon damit beschäftige. Angefangen hat alles mit der Geburt meiner Tochter im Jahr 1973. Ich dachte mir damals: „Diese Zeit musst du festhalten!“ – und habe mir eine Kamera gekauft.

Frage: Mittlerweile sind Sie ja schon preisgekrönt...

Vieregge: ... ja, ein paar Amateurfilme von mir haben auch schon einmal Preise gewonnen.

Frage: Die Reihe „Kulturkino“ der regioVHS betreuen Sie ehrenamtlich – werden sie dort auch weitere Filme von sich zeigen?

Vieregge: Das kann durchaus sein, ich denke da an einen Reisebericht, den ich über meine Radtour nach Görlitz gedreht habe. Das ist für viele Besucher sicher interessant. Aber auch andere Amateurfilmer sollen in dieser Reihe zum Zuge kommen. Einer meiner Clubkameraden von den Bremer Filmamateuren hat zum Beispiel einen tollen Film über die Restaurierung des Leuchtturms „Roter Sand“ gedreht. Aber auch Klassiker wie „Die drei Musketiere“ mit Gene Kelly und Lana Turner aus dem Jahr 1948 oder „Casablanca“ habe ich schon ins Auge gefasst.

Das ist im Ganderkesee-Film zu sehen:

Aus zwei Teilen besteht Bernd Vieregges Film über die Gemeinde Ganderkesee. Während sich „Zwischen Marsch und Geest“ (Teil 1) mit den Ortschaften und Sehenswürdigkeiten beschäftigt, geht es in „Land und Leute“ (Teil 2) vornehmlich um Feste und Traditionen.

„Zwischen Marsch und Geest“: Wo liegt Ganderkesee?, Begrüßung der Neubürger, Fasching in Ganderkesee, Ort Ganderkesee, Industrie, Flugplatz, Sender Steinkimmen, Schlatt bei Hestern, Immer, Hasen-Ahlers, Bergedorf, Ökosiedlung Heide, Schwimmbad, Gut Nutzhorn und Bookholzberg mit Stedingsehre. (Laufzeit 43 Minuten)

„Land und Leute“: Trauung in der „Lütjen Anja“ Habbrügge, Melken auf dem Hof Steenhafe in Stenum, Bau des Rethorner Backhauses, 4. Dorffest in Stenum, Gästeführungen in Ganderkesee, Einweihung des Rethorner Backhauses, Winterimpressionen, Kohlfahrt zu Backenköhler, Osterfeuer in Stenum, Maibausetzen in Hoykenkamp, Konfirmation in Schönemoor. (Laufzeit 39 Minuten)

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