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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bissiger Humor im historischen Kleinbahn-Waggon

12.09.2016

Harpstedt Die Szenerie war eine ganz besondere. Auch für Künstler und Autor Franz Robert Czieslik, der als „Franz Zehnbier“ am Freitagabend im stehenden Waggon auf dem Bahnhof Harpstedt seine satirischen Geschichten zum Besten gab. „Das mache ich auch zum ersten Mal und es macht Spaß“, so der Wahl-Groß-Ippener gleich zu Beginn. Musikalisch begleitet wurde er zwischen seinen bissigen und unterhaltsamen Wortbeiträgen von Clara Meyer-Nicolaus (Geige) und Musikschullehrerin Ute Klitte.

Zugleich war dieser literarische Abend gehüllt in viele Worthülsen, die das tägliche Leben besonders der Politiker auf die Schippe nahmen, der Auftakt zum dreitägigen Festwochenende der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde, die ihr 40-jähriges Bestehen feierten.

Was man verbal zur Melodie des Hamsterliedes vortragen kann, dass stellte Czieslik am Freitagabend verbal vor. „Es war einmal ein Minister, den hatte die Angie zu viel…“, formte Czieslik das Hamsterlied nach seinen Wünschen um. Für die Zuhörer war das zugleich auch eine Bewährungsprobe, denn den Refrain durften sie mitsingen. Über Engel Gabriel hangelte sich Czieslik hin zu Ursula von der Leyen mit der Strophe „Und fällt sie eines Tag’s vom Thron, besteigt ihn dann ihr jüngster Sohn“.

Doch auch auf den Aufruf der Bundesregierung zum Anlegen von Vorräten mit Wasser für fünf Tage und Essensvorräten für zehn Tage fand „Franz Zehnbier“ seine eigene Interpretation: „Hamsterkäufe? Wo soll bloß der Zoofachhandel die 80 Millionen Exemplare herbekommen? Es soll schon Leute geben, die mit Schaufeln und Spaten den Feldhamstern auf der Spur sind.“ Die Regierung sei schon in ihren Hamsterbau abgetaucht.

Auch zum Bierreinheitsgebot hatte Zehnbier seine Ansichten. Von fadem Geschmack und fehlender Schaumblume war die Rede. Und vom Glyphosat in Gerste, Hopfen und Malz. „Das hat auch Vorteile. Im Garten fällt nach dem Wasserlassen künftig das Unkrautjäten aus…“

So oder so ähnlich kalauerte sich Czieslik durch den Abend. Den Zuhörern gefiel es. Sie fanden im Abteil des Reisewaggons der Harpstedter Eisenbahnfreunde gerade alle ihren Platz. Eine enge Clubatmosphäre. Ganz nach dem Geschmack von „Franz Zehnbier“.

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