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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirchengemeinde feiert   Jubiläum

14.06.2018

Bookholzberg Das besondere Jubiläum der katholischen Kirche St. Bernhard in Bookholzberg kann Architekt Adolf-Gustav Falkenhain nicht mehr miterleben. Aber seine Witwe Helga, die noch in Bookholzberg lebt, wird dabei sein, wenn die Gemeinde St. Bernhard, die zur 13 341 Mitglieder starken Pfarrei St. Marien Delmenhorst gehört, am Sonntag, 12. August, ab 11 Uhr mit einem Festgottesdienst sowie anschließender Feier mit Musik, Spielen sowie Kaffee, Kuchen und Bratwurst 50 Jahre Kirchweihe begeht.

Ein großer Traum

Am 11. August 1968 wurde die St.-Bernhard-Kirche geweiht. 1972 schloss sich der Bau der Kita St. Bernhard an. Helga Falkenhain kann sich noch gut daran erinnern, was für eine besondere Ehre der Bau der Kirche für ihren Mann, der damals erst 30 Jahre alt war, gewesen ist: „Diesen Traum konnte man ja in diesem Alter gar nicht träumen“, erzählt sie bei einem Gang durch die Kirche.

Die Geschichte der Katholiken in Bookholzberg begann 1946, wissen der heutige Pfarrer Norbert Lach und die Vorsitzende des Gemeindeausschusses Sandra Eggers. Damals, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, kamen viele Heimatvertriebene nach Bookholzberg, darunter einige Katholiken. Sie feierten ihre Gottesdienste zunächst in einem Raum der damaligen Versehrtenschule auf dem heutigen Gelände des Berufsförderungswerkes Weser-Ems. Ab 1950 wechselten sie in die St. Michael-Kapelle in Stenum. Mit einem Bus gelangten sie dort hin, aber das war für viele zu teuer, so dass sie wieder die Versehrtenschule nutzten.

Doch dieser Raum wurde zu klein, deshalb traten die Katholiken 1962 an die evangelische Kirche in Bookholzberg heran. Die bot ihnen an, ihre Gottesdienste in der ev.-luth. Auferstehungskirche zu feiern.

1964 gründete sich dann der Kirchbauverein und nach den Entwürfen Falkenhains entstand die St.-Bernhard-Kirche. Im August 1967 fand die Grundsteinlegung statt. Als Patron wurde der Heilige Bernhard von Clairvaux ausgewählt, dessen Zisterziensermönche 1232 das Kloster in Hude gegründet hatten. Passenderweise trug der erste Pfarrer von St. Marien, Pfarrer Rein, den Vornamen Bernard. Der erste Seelsorger nach der Kirchweihe 1968 war der Niederländer Pater Bekkers. Nach einigen Personalwechseln führt Pfarrer Norbert Lach die Gemeinde St. Bernhard seit 1994, seine Stammgemeinde ist St. Hedwig in Ganderkesee.

Lach, der eine Zeit lang in Rom studiert hat, nennt die St.-Bernhard-Kirche „unsere kleine Basilika“. Falkenhain habe eine sehr moderne Kirche geschaffen. Das Bauwerk mit seinen Blumen in den Fenstern passe zur damaligen Flower-Power-Zeit.

Ihrem Mann sei es wichtig gewesen, den Heiligen Bernhard im gesamten Bauwerk widerzuspiegeln, erzählt Helga Falkenhain. Bereits das Portal zeigt den Heiligen unter einem Kreuz. Die Tür, der Altar und der Taufstein wurden vom Bremer Künstler Claus Homfeld gestaltet.

Da der Heilige Bernhard ein Marienverehrer war, gibt es in der Kirche viele Marienabbildungen und -statuen. Eine weitere Verbindung zum Namensgeber schaffen die Fenster. Eine Tonscherbe aus dem Kloster in Hude galt als Vorbild für deren Blumenmuster. Ihr Mann habe viele Details entworfen, die erst auf den zweiten Blick auffallen. So gleicht etwa die Spitze des schlichten weißen Kirchturms der Form eines Biretts, der Kopfbedeckung der christlichen Geistlichen.

Ehrengäste erwartet

Was Pfarrer Norbert Lach besonders gefällt, sind die im Halbkreis um den Altar angeordneten Bänke. Aber auch die Außenanlage vor der Kirche findet er besonders gelungen. Der Wall und der Weg zum Eingang leiten die Menschen in die Kirche, so Lach, „und von dort wieder ins Leben“. Deshalb hat die Kirchengemeinde für das große Fest zum Jubiläum auch das Motto „Vom Altar direkt ins Leben“ gewählt.

Zum Festgottesdienst erwartet die Gemeinde einige Ehrengäste, darunter auch Weihbischof Wilfried Theising. Zudem singt der Kirchenchor, der übrigens auch seinen 50. Geburtstag feiert.

Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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