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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Friedenskirche ist 90 Jahre alt

07.11.2019

Bookholzberg Erst trafen sie sich zum Ausüben ihres Glaubens in Wohnstuben, später am Friedensweg in der Gaststube des alkoholfreien Wirtshauses von Ottilie Hoffmann. 1929 endlich stand die Friedenskirche der evangelisch-methodistischen Gemeinde –damals das erste Gotteshaus im heutigen Bookholzberg.

Den 90. Geburtstag des am 3. November 1929 eingeweihten Versammlungsorts der evangelisch-methodistischen Kirche will die Gemeinde an diesem Sonntag, 10. November, feiern. „Und wir laden dazu ausdrücklich alle interessierten Bürger ein“, betont Pastorin Ruthild Steinert.

Beginn der Feier ist um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst, bei dem Superintendentin Irene Kraft die Predigt halten wird. Im Anschluss sind alle zu einem gemeinsamen Mittagessen in den Kirchenräumen eingeladen. Für den Nachmittag ist ein festliches Programm geplant, zu dem es auch Kaffee und Kuchen gibt. Auch der Bremerhavener Chor „Glad(e)makers“ tritt auf.

Der runde Geburtstag biete nicht nur den Anlass zur Rückschau, so Pastorin Steinert: „Die jungen Gemeindemitglieder spornen uns an“, erklärt die 60-Jährige den Wunsch, zu wachsen und auch neue Wege zu gehen.

So flexibel wie das Raumkonzept der Kirche, die im Laufe der Jahre oft umgebaut und erweitert wurde, ist nämlich auch die Gemeinde in ihren Aufgaben und Taten, die weit über die persönliche Auseinandersetzung mit dem Glauben hinausgehen.

Die Gemeinde wuchs in den letzten Jahrzehnten immer wieder gerade wegen der guten Jugendarbeit und der Angebote für die Bookholzberger. Beliebt waren und sind die Wesley-Scouts, die Pfadfinder der Kirche. Ebenso gab es schon Chöre oder Gitarrenkurse, ein neuer Chor soll demnächst gegründet werden. Auch die Gottesdienste werden überarbeitet. Aktuell gehören der Kirche in Bookholzberg rund 300 aktive Mitglieder an. Weitere sind sogenannte „Freunde“, die einen anderen Glauben haben, aber trotzdem bei den Methodisten mitmachen.

Denn die Gemeinde hat immer mehr weltliche Aufgaben übernommen, die ihrem christlichen Lebensbild entsprechen. So waren die Methodisten in Zeiten der Flüchtlingswelle Anfang 2016 stark in die Betreuung der Bewohner der Mobilbauhalle am Wellenhofsweg engagiert. Und getreu der Lebensphilosophie John Wesleys, des Gründers der methodistischen Bewegung, gehört auch heute noch die Betreuung derer, die nicht so gut gestellt sind, dazu. Angeboten werden eine Kleiderkammer und weitere Hilfen für sozial Benachteiligte.

Die Friedenskirche – und damit ist nicht nur der Bau selbst gemeint – will auch künftig als Ort für das ganze Dorf da sein, und dabei in Art der Ökumene zusammenarbeiten. „Nicht auf Kosten anderer Religionsgemeinschaften“, betont Pastorin Steinert. Der Wunsch zu wachsen, umfasse neben dem Mitgliederzuwachs vor allem auch die charakterliche und spirituelle Reife. Vieles eint die Mitglieder der Kirche und ihrer Freunde. „Darunter ist ebenso die Flexibilität, schnell entschlossen anzupacken, wie der Wille, das Bibellesen und Beten sehr ernst zu nehmen“ nennt Pastorin Steinert als Beispiele.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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