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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kontakte knüpfen auf der Kohlfahrt

27.01.2020

Bookhorn Die Kette mit dem Schweinchen aus Holz hat ihr Gewicht, schließlich hängen Anhänger mit den Namen von Kohlkönigen und Königinnen der vergangenen Jahrzehnte daran. „Die wiegt bestimmt ein Kilo“, meinte Wolfgang Hasselberg. Bis zum Abend mussten der amtierende Kohlkönig und Königin Monika Haren die schweren Ketten tragen. In orangefarbenen Warnwesten führten die beiden Majestäten am Samstag die Bookhorner Kohlfahrt an.

Rund 60 Bewohner des Ortsteils sowie Mitglieder des Schützenvereins Urneburg machten sich am Samstagnachmittag von Stenum aus auf den Weg nach Schiffstede. Im Gasthaus Bücking warteten bereits rund 30 ältere Bookhorner, die sich dort zu Kaffee und Kuchen eingefunden hatten. Am Abend feierten dann alle gemeinsam bei Grünkohl und Musik.

Für die Wanderer, die zu Fuß auf die fünf Kilometer lange Tour gingen, hatten Sabine Busch und ihre Helferinnen vom Kohlausschuss einen Zwischenstopp vorbereitet. In einem Metallbau-Betrieb in Rethorn gab es Kaffee, Kuchen und Glühwein.

Auch beim 71. Mal folgte die Bookhorner Kohlfahrt, die stets am letzten Samstag im Januar startet, dem traditionellen Ablauf. In der Weihnachtszeit hatten die acht Mitglieder des Kohlausschusses viele Einwohner persönlich eingeladen. Sie gingen von Haus zu Haus, um Karten für den Ausflug zu verkaufen. Sabine Busch hat festgestellt, dass das gut ankommt. „Viele freuen sich, dass sie ein bisschen schnacken können.“

Bei den Besuchen werden nicht nur Neuigkeiten aus der Nachbarschaft ausgetauscht, sondern gerne auch hochprozentige Getränke gereicht. Die fehlten auch am Samstag nicht: Wie es bei Kohlfahrten üblich ist, gab es an Kreuzungen und Straßenecken den einen oder anderen Schnaps. Steffen Rudolph und andere Helfer sicherten die Gruppe beim Überqueren von Straßen ab. „Wir gucken, dass niemand verloren geht“, sagte er.

Obwohl rund 100 jüngere und ältere Leute beim Grünkohlessen dabei waren, könnte die Beteiligung nach Meinung von Sabine Busch größer sein. „Wir waren schon mal mehr“, sagte sie. Besonders Neu-Bookhorner aus den Baugebieten würde sie gerne einbinden. Denn die Kohltour ist ideal, um Kontakte zu knüpfen: „Man lernt Leute kennen und erfährt etwas über das Dorf.“

Am Abend wählten alle Teilnehmer Iris Gudat und Heino Haren zu neuen Kohlkönigen. Die Majestäten haben zwar keine Verpflichtungen. Doch es sei ihre Aufgabe, ein Königsfrühstück auszurichten, sagte Sabine Busch. Das läuft immer am Sonntagmorgen nach der Kohlfahrt.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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