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GILDEFEST: „Braunbier-Therapie“ im Krandelbad

04.06.2009

WILDESHAUSEN „Speakers Corner“, übersetzt „Ecke der Redner“, nennen die Briten einen Platz am Ende des Hyde Park in London, auf dem jeder seine Meinung sagen kann. Bei der Wildeshauser Schützengilde gilt ebenfalls Redefreiheit. Auf einem neu errichteten Podest an der Rathausecke lieferten sich Gildegeneral Dr. Kian Shahidi und Landrat Frank Eger am Mittwoch ein launiges Scharmützel um Gilde-Museum und „Wellness-Oase“ – sehr zur Freude des Publikums.

„Die Gilde lebt!“

Allerdings hatte Shahidi, derzeit durch eine Grippe geschwächt, da wohl etwas missverstanden. Artig bedankte er sich für den geplanten Bau eines Gilde-Museums auf dem Kreishaus-Gelände. Der Landrat sei eben ein Schwarzrock, wie man ihn sich nur wünschen könne. Daher sollte er auch noch ein paar Goldtaler für das Museum locker machen. Nur mit dem Standort an der Delmenhorster Straße war der Landrat nicht ganz so glücklich. „Die räumliche Trennung von Festzelt und Gilde-Museum (...) könnte hier ebenfalls schwierig werden“, so der General. Tatsächlich ist ein Anbau am Kreishaus für die Mitarbeiter der Verwaltung geplant.

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Eger entgegnete, die Forderung nach einem Gilde-Museum sei eine „olle Kamelle“. Die Gilde gehöre ohnehin nicht ins Museum: „Sie lebt!“, rief Eger den Zuhörern entgegen. Stattdessen äußerte er eine andere Erwartung: Die Gilde solle eine „Wellness-Oase“ bauen, am besten im Schwimmbad am Krandel. Denkbar wären Rosenblütenbad im Whirlpool oder „eine einzigartige Braunbier-Therapie im Kurzentrum. Dort könnten Wachkompanie, Musikanten oder Schwarzröcke nach ihren harten Einsätzen während des Gildefestes ihren geplagten Körper wieder „in den Urzustand zurückbekommen.“ Dem Publikum gefiel’s. „Toll, wie gut die Stadt gefüllt ist. Das Rededuell passt hier gut hin“, sagte beispielsweise Bernhard Kreienborg, der alljährlich den Papagoy fürs Königsschießen am Krandel erstellt.

Blumen an die Damen

Shahidi, Oberst Ernst Frost und Eger nutzten zugleich den Auftritt, um König Volker Böttjer (41) und Schaffer Jörn Ahlers (37) der Öffentlichkeit vorzustellen. Eger zeigte sich überzeugt, dass Böttjer und seine Frau Imke sowie das Schafferpaar Jörn und Katrin Ahlers ihren Aufgaben mit Bravour und Freude meistern werden. Der Platz auf dem Podest wurde Imke Böttjer und Katrin Ahlers jedoch zunächst verwehrt. Das löste der Landrat charmant: Er reichte die Blumen, die eigentlich für die Männer gedacht waren, an die Damen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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