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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Bunt statt braun“ sagt Festival ab

27.04.2012

WILDESHAUSEN Der Arbeitskreis „Bunt statt braun“ im Wildeshauser Präventionsrat hat das für den 12. Mai geplante „Rock gegen Rechts“-Festival abgesagt. Ralf Beduhn und Nils Hesse sprechen in einer Pressemitteilung am Donnerstagabend von einem „Eklat“. Denn der Grund sei eine Forderung der Stadt Wildeshausen: Sie habe ultimativ gefordert, „dass auf dem Festival in der Gaststätte kein Alkohol ausgeschenkt werden dürfe“. Und zwar ausdrücklich auch nicht an erwachsene Festivalteilnehmer.

Der Arbeitskreis zeigt sich bitter enttäuscht, denn vier Bands seien gebucht gewesen, der Saal im Kayserhaus reserviert, das Geld für die Durchführung des Festivals durch Spenden und einen städtischen Zuschuss gesichert. „Organisatorisch lief also alles bestens“, so Beduhn und Hesse, – bis die Mitteilung der Stadt kam. Die Verwaltung schrieb laut Arbeitskreis: „Voraussetzung für die Co-Finanzierung mit Mitteln des Präventionsrates ist, dass während der Veranstaltung keine alkoholischen Getränke verkauft bzw. sonst zur Verfügung gestellt werden und auch der Verzehr mitgebrachter alkoholischer Getränke untersagt wird.“ Und weiter: „Ihr Einwand, dass insbesondere interessierte Erwachsene an der Veranstaltung nicht teilnehmen werden, wenn keine alkoholischen Getränke verzehrt werden dürfen, wurde bei dieser Entscheidung sehr wohlbedacht.“

Auch das Argument aus den Reihen des Arbeitskreises „Bunt statt braun“, dass auf dem Festival selbstverständlich die Jugendschutzbestimmungen eingehalten würden, habe die Stadtverwaltung nicht überzeugt. Daraufhin habe der Arbeitskreis empört die Notbremse gezogen und die Planungen eingestellt, heißt es. Das Festival wäre finanziell nicht mehr zu realisieren gewesen.

Dass die Stadt das „Bierverbot“ damit begründet, dass „der Verzehr von alkoholischen Getränken im Rahmen einer Veranstaltung des Präventionsrates sich mit der präventiven Arbeit des Präventionsrates nicht in Einklang bringen lasse“, hält der Arbeitskreis in vielerlei Hinsicht für fragwürdig. So verfolge der Arbeitskreis Suchtgefahren nicht das Ziel, erwachsenen Menschen den Konsum von Alkohol zu verbieten. Beduhn und Hsse erinnern daran, dass Bürgermeister, Dr. Kian Shahidi auch „General“ der Schützengilde ist. Sie organisiere mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt das Gildefest, bei dem sich sehr deutlich zeige, dass es in der Stadt eine durchaus „lebendige Trinkkultur“ gebe, heißt es.

Die Behinderung und Gängelung des Arbeitskreises „Bunt statt braun“ durch die Verwaltung sei „keineswegs ein Einzelfall, die von der Stadt provozierte Absage des Festivals stellt jedoch einen bisherigen Tiefpunkt dar.“

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