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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Burgberg-Besucher singen Beatles-Stück

06.06.2017

Wildeshausen Wann hat es das schon einmal gegeben? Tausende Besucher am Burgberg sangen das Beatles-Stück „Hey Jude“ mit, nachdem sie vom Trompeter-Showcorps „Leinegarde“ mit einer Zugabe entsprechend eingestimmt wurden. Gänsehaut pur!

Bei der offiziellen Eröffnung des 614. Wildeshauser Gildefestes am Sonntagabend wurde die Burgwiese erneut zur Konzertwiese. Die neue Beat- und Brassband, einst als Fanfarenzug Wildeshausen bekannt, spielte unter der Leitung von Kevin Klauke Stücke wie „Afrika“ von Toto. Ein Genuss für Ohren und Augen auch die Choreographie der „Leinegarde“, die mit einer Michael-Jackson-Show Lieder wie „Dirty Diana“ äußerst variabel präsentierte. Oder beim Stück „Thriller“ Figuren stellte, wie sie der einstige „King of Pop“ kaum besser hätte liefern können. Die von Jan Hasenbank geleitete Showband ist übrigens 1964 als DRK-Musikkorps gestartet, wie die Besucher über Moderator Martin Siemer erfuhren.

Trotz eines Platzregens am frühen Abend waren die Zuschauerreihen am Burgberg gut gefüllt. Viele kamen aber erst recht spät und spontan. Sie hatten den richtigen Riecher: Es blieb trocken.

Mit dem Einmarsch von Tambourkorps, Spielmannszug, Wachkompanie, Musikkorps Wittekind und den Fahnenabordnungen der Kompanien entwickelte sich schnell wieder das typische Gilde-Gefühl auf den Rängen. Erstmals schritt Willi Meyer als Oberst gemeinsam mit General Jens Kuraschinski und König Lars Kröger die Front ab.

In seiner Ansprache ging der General auf die Tradition der Gilde ein, die womöglich deutlich älter als 614 Jahre sei. Die Gilde sei neben der Kirche „die einzige Bürgerorganisation“ in Wildeshausen, die die Geschichte der Stadt über viele Jahrhunderte geprägt habe. Auch im Zeitalter der sozialen Netzwerke zeichne sich das Gildefest durch „Entschleunigung aus dem Alltag“ aus. Zur Serenade spielten Musikkorps Wittekind und der Spielmannszug den „Hohenfriedberger Marsch“ und den „Fehrbelliner Reitermarsch“.

Diesmal lief auch alles glatt beim Feuerwerk, das Pyrotechniker Ralf Fremy (42) an den Nachthimmel zauberte. Passend zur „Zeitreise durch die Musikgeschichte“, die mit dem AC/DC-Stück „Thunder“ startete, sahen die Besucher leuchtende Chrysanthemen, Wasserfallbomben oder Goldbrokat-Effekte. Die Musik hatte Jens Krichels im Studio „Soundteufel“ extra gemixt, so Fremy. Weil ein Teil der Raketen beim Regen feucht wurde, mussten diese im Anschluss gezündet werden. Die Gäste waren begeistert. „Ein schönes Feuerwerk“, sagte etwa Sven Rauschenberg. Die fünfte Jahreszeit in Wildeshausen konnte beginnen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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