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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Glücksbringer auch im Regen schnell

26.06.2018

Colnrade Das Ofenhaus Colnrade sah am Sonntag eine „Invasion der Schornsteinfeger“. Schon vor 12 Uhr hatten Männer und Frauen in schwarzer Montur und mit Stielbesen in der Hand vor dem Eingang gestanden. „Wir sind das Empfangskomitee“, flachste Ansgar Ellermann, Schornsteinfeger in Dötlingen. Um 12.40 Uhr kamen dann weitere, rund 30 Berufskollegen per Fahrrad. Der Anlass: Die „Glückstour“ der Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen zugunsten krebskranker Kinder machte in Colnrade Station.

Die Tour, die an diesem Dienstag in Hamburg endet, wurde zum 13. Mal veranstaltet. Start war am 20. Juni in Düsseldorf, Ziel ist jeweils der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks, der in diesem Jahr in der Elbmetropole stattfindet. Bislang seien bei den Touren mehr als 1,8 Millionen Euro zusammengekommen, so hieß es. Ziel war diesmal, die bisherige Rekordsumme – knapp 190 000 Euro, erzielt 2017 – noch zu übertreffen.

Die an den Stationen eingesammelten Spenden würden 1:1 weitergereicht, versicherte Mitorganisator Maic Wetzel. Denn: Die radelnden Schornsteinfeger zahlen die Kosten etwa für Hotel oder Verpflegung selbst; die Begleitung mit Fahrzeugen wird von Firmen gesponsert.

Taschengeld gespendet

Auf den jeweiligen Fahrten werde nicht nur gesammelt, vielmehr verteile man auch die Erlöse der jeweiligen Vorjahrestour. „Etwa 50 Schecks“ würden diesmal übergeben, zum Beispiel in Kinderkliniken. Viele der Erlebnisse auf den Touren „gehen unter die Haut“, sagte Wetzel und erzählte beispielhaft von einem elfjährigen Jungen, der über Jahre hinweg einen Teil seines Taschengeldes für die Glückstour gespendet habe und jetzt selbst an Krebs erkrankt sei.

Die Etappe bis Colnrade hatten die Radler laut Wetzel mit Tempo 30 zurückgelegt – bei Gegenwind und Regen. „Anstrengend“ sei das gewesen, räumte der Nienburger ein, der die Strecke vor der Tour mit Tempo 35 abgefahren hatte – allerdings bei Rückenwind und ohne Regen.

Im Ofenhaus nutzten die Schornsteinfeger die Wärmespender, um ihre Kleidung zu trocknen. Ryan David Orr unterhielt hier Radler wie Gäste mit Folk-Musik. Zur Stärkung boten Ole und Björn Dauskardt, die das Familienunternehmen Ofenhaus leiten, Kaffee und Gegrilltes an – gegen eine Spende für das Anliegen der Glückstour. Etwa 150 Euro kamen zusammen.

Gebote noch möglich

Eigens für diesen Tag hatten die Dauskardts einen Ofen für eine Benefiz-Versteigerung zur Verfügung gestellt. Das gute Stück, so sagte Björn Dauskardt, habe einen Neuwert von etwa 5000 Euro. Am Sonntag habe sich ein Interessent gefunden, allerdings sei die Abgabe angesichts einer noch ausstehenden technischen Prüfung nicht sicher – so dass sich weitere Bieter melden könnten.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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